Spielerisch die Natur erkundet

"Tempo": Unter den Rufen der anfeuernden Klassenkameraden kämpften die Schüler gegen die Zeit beim Sterschlichten.
Lokales
Nittenau
21.05.2015
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Unterricht einmal ganz anders: Die Schulbank wurde mit der Natur vertauscht. Die Kinder hatten bei den Waldjugendspielen mächtig Spaß. Wer gewonnen hat, bleibt noch unter Verschluss.

An den drei Spieltagen nahmen 1033 Kinder der dritten Jahrgangsstufe aus 48 Grundschulklassen des Landkreises an den Waldjugendspielen im Einsiedler Forst teil. Die Forstleute des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) sowie zahlreiche Helfer brachten den Schülern den Wald auf spielerische Weise näher. Doch nicht nur die Schulklassen genossen den Wettbewerb. Am ersten Tag zeigten sich auch die zahlreichen Gäste beeindruckt von den Spielstationen.

Öffentliches Interesse

Forstdirektor Wolfhard-Rüdiger Wicht, Leiter des Bereichs Forsten, neben Forstamtmann Fritz Reichert, forstlicher Bildungsbeauftragter am AELF, hieß stellvertretenden Landrat Jakob Scharf, die Bürgermeister Karl Bley aus Nittenau, Hans Frankl aus Bruck und dritten Bürgermeister Georg Hoffmann, Bodenwöhr, willkommen. Wicht dankte vor allem Fritz Reichert für die umfangreichen wochenlangen Vorbereitungen. Ein weiterer Dank galt Albert Maier von der Waldbauernvereinigung Neunburg-Oberviechtach, Georg Hottner von der Waldbauernvereinigung Nabburg-Burglengenfeld und Josef Ziegler von der Waldbauernvereinigung Cham-Roding.

Als Vertreter des Forstbetriebes Roding waren Forstdirektor Hubert Meier und Franz Laumer erschienen. Für den verhinderten Schulamtsdirektor Georg Kick kam Ernst Deißler. Wicht dankte auch dem BRK, das die Veranstaltung regelmäßig begleite. Über 40 Mitarbeiter der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf und Cham stünden als Klassenbetreuer und Spielschiedsrichter an diesen Tagen bereit, so Wicht. Unterstützt würden sie dabei von Mitarbeitern des Forstbetriebes Roding und den Waldbesitzervereinigungen sowie finanziell durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (Landesverband Bayern).

Wicht wies darauf hin, dass speziell in Bayern Waldpädagogik ein gesetzlicher Auftrag sei, der über die Waldjugendspiele erfüllt werde. Hubert Meier bat darum, mit offenen Augen durch den Wald zu gehen, um dessen Schönheit zu erkennen. Eine wichtige Aufgabe sei, den jungen Leuten nahezubringen, dass der Wald auch bewirtschaftet werden müsse. Stellvertretender Landrat Jakob Scharf betonte, dass mit den Waldjugendspielen eine echte Chance geboten werde, den Umgang mit der Natur in der Natur zu lernen, um dabei zu erkennen, dass Bäume und Pflanzen schützenswert seien. Dass den Schülern diese Art von Unterricht zusagt, davon konnten sich die Gäste beim Rundgang durch die einzelnen Stationen überzeugen. Die besten drei Klassen werden am Ende des Schuljahres zu einer Siegerehrung eingeladen. Begeistert stellten sich die Schüler den Spielaufgaben wie Blätterangeln, Dachstuhlbau, Ratestaffel, Sterschlichten und Zapfen-Zielwurf. Darüber hinaus gab es anlässlich des von Forstminister Helmut Brunner ausgerufenen "Aktionsjahres Waldnaturschutz 2015" eine Anlaufstation, an der die Kinder erfahren, dass sich Waldbewirtschaftung und der Schutz von Tieren und Pflanzen durchaus miteinander vereinbaren lassen. Zusätzliche Punkte wurden für die Entdeckung der versteckten Tiertafeln vergeben.
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