Stadt reagiert auf Vandalen

Keine Kunst, sondern einfach nur ärgerlich: Schmierereien und Zerstörung der Holzkonstruktion verursachen Kosten, abgesehen vom hässlichen Anblick. Bilder: sir (2)
Lokales
Nittenau
07.11.2015
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Der Hauptausschuss beschäftigte sich mit unterschiedlichen Themen. Es ging um Jahresberichte, die kommunale Verkehrsüberwachung, aber auch um Vandalismus in der Stadt. Deshalb soll es künftig eine City-Streife geben.

Schwimmmeister Andreas Hanka legte seine Jahresstatistik zum Freizeit- und Erholungsbad vor. Demzufolge wurde heuer mit rund 60 000 Besuchern das zweithöchste Ergebnis erreicht (höchstes: 2002). Die Wasserwacht habe 72 Wachstunden geleistet. Begleitet wurde die Statistik mit zahlreichen Verbesserungs- und Einsparvorschlägen, verbunden mit dem Einsatz von finanziellen Mitteln.

Hanka schlug unter anderem vor, für 2016 mehrere größere Bäume zu pflanzen, den Parkplatz zu erweitern, ein neues Segel oder einen Schirm für das Kinderbecken anzuschaffen, eine neue Eingangstüre einzubauen und sechs neue Rasensprenger anzuschaffen. Das Gremium nahm von diesen Vorschlägen Kenntnis. Bürgermeister Karl Bley würdigte das Engagement von Hanka und des gesamten Freibad-Personals.

Verkehr wird überwacht

Carolin Schmuck, Leiterin des Stadtmuseums, berichtete von ihrer Arbeit, angefangen von der Ausstellungsvorbereitung und Bestandspflege, der Museumsarbeit im Sommer und der Kulturarbeit. Bley lobte Schmuck für ihre herausragende Tätigkeit, in die auch die Museumspädagogik stark integriert sei. In fünf Monaten gab es neun Veranstaltungen, bei denen auch Autoren aufgetreten seien. Außerdem sei verstärkt auf Integration von Behinderten gesetzt worden. "Kindheit und Jugend in Krieg und Nachkriegszeit" stand heuer im Fokus. Im nächsten Jahr dreht sich alles um "reine Kopfsache" - mit Kopfbedeckungen.

Die Entscheidung des Gremiums zur Probemitgliedschaft bis zum 4. April 2016 beim Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern begründete Bley damit, "weil die Parkmoral wieder zu wünschen übrig lässt". Der ruhende Verkehr soll mehr als 15 Stunden im Monat überwacht werden. Einstimmig abgelehnt wurde der Zuschussantrag des Reitvereins Gestüt Tiefenhof, der beabsichtigt, den Reitplatz instand zu setzen. Begründet wurde die Ablehnung dadurch, dass die Eigentümer des Außenreitplatzes, Stefan und Myriam Rödl seien, nicht der Verein selber.

Die Räte diskutierten zudem über die Einführung einer City-Streife in Nittenau, da es im Stadtgebiet immer wieder zu Vandalismus kommt. Dies sei auch bei der Bürgerversammlung in Muckenbach thematisiert worden. Einstimmig entschieden sich die Räte für die Einrichtung einer probeweisen City-Streife. Diesen Dienst übernehme ein professioneller Sicherheitsdienst, der zu bestimmten Zeiten die Brennpunkte überwacht, beispielsweise die Angerinsel. Darüber hinaus, so Bley, solle eruiert werden, ob Leute in Nittenau bereit seien, einen Sicherheitsdienst zu übernehmen.

Enorme Verwüstungen

Zwei Bewerbungen seien eingegangen für den Bierausschank beim Bürgerfest 2016, der bis Mitte Oktober ausgeschrieben war. Das Gremium kam überein, den Bierausschank den beiden Feuerwehren Bergham und Nittenau zu übertragen. Als der Tagesordnungspunkt "Anfragen" anstand, wollte Thomas Hochmuth wissen, ob keine weiteren Zuschussanträge seitens der Vereine eingegangen seien. Bley verneinte das. Hochmuth informierte, dass es auf dem Kinderspielplatz im Baugebiet "Am Sulzbach" infolge einer Halloween-Party zu enormen Verwüstungen gekommen sei.
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