Stadtrat zieht Bilanz aus 2014 - Breitband und Energienutzung weitere Themen
Positiver Blick auf ein bedeutendes Jahr

Am Ende der Jahresabschlusssitzung hatte Bürgermeister Karl Bley (links) wieder ein Präsent für die "treuesten Besucher der Sitzungen 2014" parat. Er dankte (von rechts) Hermann Riedl, Franz-Josef Schreiner und Philipp Bohn für ihr Interesse. Bild: Mayer
Lokales
Nittenau
17.12.2014
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Die Breitbanderschließung des Stadtgebiets geht in das Auswahlverfahren, der Energienutzungsplan für die Kommune am Regen beinhaltet eine Reihe von positiven Aussagen zum "Ist-Zustand". Der Stadtrat behandelte diese Themen bei seiner Jahresabschlusssitzung, ehe Bilanz gezogen wurde.

Walter Huber von der Breitbandberatung Bayern aus Neumarkt beschrieb die Erschließungsgebiete und dabei wurde deutlich, dass nicht jeder Weiler berücksichtigt werden kann. Dies hat schlicht und einfach Kostengründe. Zur Anwendung kommen soll die Glasfaserleitung, die ein schnelleres Tempo garantiert. Der Fördersatz liegt seinen Ausführungen zufolge bei 80 Prozent, maximal 930 000 Euro. Bei einer Kooperation mit deiner Nachbargemeinde wären nochmals 50 000 Euro Zuschuss "drin". Der Stadtrat beschloss diesen Schritt. Die Suche nach Anbietern läuft.

Weitere Anstrengungen

Nittenau nimmt in Sachen Energienutzung eine Vorreiterrolle ein. 25 Prozent des Stroms werden aus Erneuerbaren Energien gewonnen, bei der Wärmeversorgung liegt Erdgas mit 47 Prozent vor Heizöl (27 Prozent), Biomasse (14) und Fernwärme (acht Prozent). Beim Ausstoß von Kohlendioxid rangiert die Stadt mit 4,5 Tonnen je Einwohner deutlich unter dem bayerischen Schnitt (6,5 Tonnen). Andreas Schuster vom Institut für Energietechnik nannte die Zahlen bei der Vorstellung des Abschlussberichtes. Er empfahl, kurz- und mittelfristig das Augenmerk zur weiteren Verbesserung der Energieeffizienz auf den städtischen Bauhof und das Erlebnisbad zu legen.

"Abgesegnet" wurde der Haushalt 2013. Der Vorsitzende des örtlichen Rechnungsprüfungsausschusses, Benjamin Boml, bescheinigte eine korrekte Abwicklung des Zahlenwerks, das mit 16 249 813 Euro schließt.

In seinem Jahresrückblick verwies Bürgermeister Karl Bley auf die Reduzierung der Schuldenlast bei gleichzeitiger Investitionstätigkeit. Er nannte unter anderen den Bau der Kinderkrippe, die Maßnahmen an der Grund- und Mittelschule sowie den Abbruch der Gebäude Am Anger und in der St. Wolfgang-Straße. Im Tiefbau sei die Kanalisierung vorangetrieben und die Erschließung des Gewerbe- sowie Industriegebiets Waltenried realisiert worden. Erfreulich seien auch die hochkarätigen Kulturveranstaltungen und Aktivitäten der Vereine. In seiner Vorschau auf 2015 verwies Bley unter anderem auf die weitere Nutzung der Angerinsel, den Radwegebau und die Sanierung der Deponie Bleich.

"Großes Miteinander"

Für die CSU-Fraktion sprach zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer von einem "bedeutenden Jahr 2014". Die Stadt habe ihre Optik verändert. Im Februar 2015 stehe der Abbruch des Pfarrhofes im Zentrum auf dem Programm. "Wir können zuversichtlich in die Zukunft blicken", betonte er.

Benjamin Boml (FW) bereiten die Leerstände in der Stadt "große Sorgen". Er mahnte eine aktive Grundstückspolitik an und plädierte für die Installierung eines hauptamtlichen Jugendbetreuers. Dank sagte er für die "faire Umgangsweise". Kontroverse Meinungen gehörten zum Geschäft, ließ Franz Probst (Grüne) wissen. Letztlich gebe es aber ein "großes Miteinander", das dem Image der Stadt gut tue. Michael Jäger (SPD), seit der Kommunalwahl neu im Stadtrat, dankte dem Gremium für den kollegialen Umgang. Dies sei vor allem bei der Klausurtagung zum Ausdruck gekommen.
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