Ständchen und Glückwünsche zum 80. Geburtstag von Josef Schiedermeier
Geistlicher für Generationen

Der frühere Stadtpfarrer Josef Schiedermeier (Mitte) musste zu seinem 80. Geburtstag viele Hände schütteln. Neben Bürgermeister, Ortsgeistlichen, Vereinen und Musikgruppen kamen auch viele Bürger zum Gratulieren. Bild: sir
Lokales
Nittenau
01.01.2015
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Er hat Generationen von Nittenauern in ihrem religiös-kirchlichen Leben begleitet, entsprechend groß war die Gratulantenschar: Josef Schiedermeier, Stadtpfarrer in Ruhe, vollendete einen Tag vor Silvester sein 80. Lebensjahr.

Viele fanden sich im Laufe des Nachmittags in der Cafeteria des Seniorenzentrums ein, um dem Geistlichen persönlich zu gratulieren. Bürgermeister Karl Bley und Seniorenbeirat Michael Müller gratulierten für die Stadt. Amtskollege Konrad Brunner, Pfarrer in Ruhe, sowie der Pfarrgemeinderat mit Sprecherin Christine Steinert, die Kirchenverwaltung mit Josef Fellner, der Frauenbund mit Vorsitzender Erika Rettinghausen, sämtliche Nittenauer Chöre, Kirchenmusiker Rainer Blommer und seine Frau Eva, die Stadtkapelle unter Leitung von Thomas Maibauer, der Kolping-Spielmannszug, die Kolpingfamilie mit Vorsitzendem Werner Weindler, der Kapellenverein Muckenbach, das Familiengottesdienst-Team mit Elisabeth Hochmuth-Schart, das Landvolk mit Elfriede Gietl, Franz Weber und Josef Weber - sie alle kamen, um ihre Verbundenheit mit Pfarrer Schiedermeier auszudrücken.

Zahlreiche Ständchen

Überreicht wurden ihm dabei viele Fotobücher zur Erinnerung an die vielen Festlichkeiten im Laufe der Jahre. Und auch per Power-Point-Präsentation wurden die vergangene Zeit mit vielen kirchlichen Feiern und Zusammenkünften mit dem früheren Geistlichen lebendig. Alle Musik- und Gesangsgruppen brachten ihm ein Ständchen dar. Zünftig aufgespielt hat dabei auch Musikant Albert Faltermeier.

Josef Schiedermeier kam in Amberg zur Welt, wo er mit zwei Schwestern und zwei Brüdern aufgewachsen ist. Schon in jungen Jahren war ihm klar, dass er Priester werden wollte. Deshalb besuchte er das Gymnasium in Amberg, das damals noch die Bezeichnung Oberrealschule trug. Studiert hat Pfarrer Schiedermeier an der Hochschule in Regensburg. Weihbischof Josef Hiltl weihte ihn zum Priester. Die erste Stelle als Kaplan trat er in Vohenstrauß an. Seine nächste Kaplan-Station war bereits Nittenau. Danach trat er als Stadtpfarrer die Nachfolge von Pfarrer Hermann Dickinger an.

Viele Kinder und Jugendliche unterrichtete er nicht nur an der Volksschule, sondern auch 15 Jahre lang am Regental-Gymnasium. Elf Kapläne hat er bis zu seinem Ruhestand Ende 2012 ausgebildet. Nachfolger, Stadtpfarrer Adolf Schöls, ließ ihm ebenfalls seine besten Glückwünsche zum Ehrentag übermitteln. Sportlich aktiv zeigte sich Pfarrer Schiedermeier beim Volleyballspiel, das er bis zu seinem 75. Geburtstag betrieb.

Treuer Altötting-Pilger

Auch das Wandern zählte zu seinen Hobbys, weshalb die alljährliche Wallfahrt nach Altötting kein Problem für ihn war. Rund 45 Mal nahm er diesen Weg auf sich. Während seiner jahrzehntelangen Amtszeit war er maßgeblich bei sämtlichen Bau- und Sanierungsprojekten beteiligt, wie beim Anbau der Kirche Mariä Geburt, bei der Friedhofserweiterung, der Aussegnungshalle, den Kirchen in Asang und Michelsberg, der Magdalenenkapelle im Einsiedler Forst. Erweitert wurden auch die beiden Kindergärten St. Josef und Monika zu Kindertagesstätten mit der Betreuung der Jüngsten in Kinderkrippen.

An eine Besonderheit in der Pfarrkirche Mariä Geburt erinnerte Bürgermeister Bley. Die Kirchenbänke im alten Teil der Kirche sind kippbar. Im Allgemeinen sind diese Kirchenbänke zum alten Altar hin ausgerichtet. Werden nun weitere Plätze benötigt als im neuen Teil der Kirche vorhanden sind, können diese Kirchenbänke in Richtung neue Kirche gekippt werden, so dass die Kirchenbesucher hier noch Platz nehmen und die Gottesdienste oder sonstigen Veranstaltungen, wie Konzerte, verfolgen können. Mit einem Schreiner hat Pfarrer Schiedermeier diese Idee schließlich realisieren können.

Ruhestand in Nittenau

In Nittenau fühlt er sich sehr wohl. Und deshalb wollte er auch seinen Ruhestand nirgendwo anders verbringen. Es ist ihm gelungen, seinen Wunsch bei der Diözesanleitung in Regensburg durchzusetzen und im Seniorenzentrum einzuziehen.
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