Turbulenzen vor dem Fest

Hier droht heftiges Ungemach durch den "Herminator" (Ramona Schmalzl) für den Ehegatten Wendelin (Georg Hunger), der sich einfach davon gemacht hatte.
Lokales
Nittenau
15.10.2014
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Wenn ein Feuerwehrjubiläum ansteht, soll etwas Besonderes geboten werden. Damit sehen sich die Aktiven auf der Theaterbühne konfrontiert. Was dabei herauskommt, bereitet dem Publikum enormes Vergnügen.

"Wir haben daheim Theater genug", winkt Feuerwehrkommandant Leonhard (Fritz Schüller) ab. Denn gar nicht begeistert ist er von der Idee seiner Angetrauten Resi (Maria Weber), beim Feuerwehrfest mit ihrem Frauenbund ein Theater aufzuführen. "Romeo und Julia" hätte es sein sollen. "Und den Romeo spielt der Pfarrer, weil der den Spaß versteht", meint die Resi. Das Nittenauer Bauerntheater, eine Gruppierung des Trachtenverein "d' Regentaler", brachte am Samstag und Sonntag das Lustspiel "Das Feuerwehrjubiläum", ein Dreiakter von Angelika Haf, im Pirzer-Saal auf die Bühne. Die Aufregung ist deshalb groß, wenngleich aus unterschiedlichem Blickwinkel. Da sind einmal Kommandant Leonhard und sein Freund Wendelin (Georg Hunger), der sich von seiner Frau Hermine (Ramona Schmalzl) nicht erwischen lassen darf. Denn er hat sich heimlich davongeschlichen, obwohl er von seinem "Feldwebel" zum Hausarrest verdonnert worden war.

Fahne kommt abhanden

Dafür mischt sich die Resi ständig in die Planungen des Jubiläums ein, das für alle unvergessen bleiben sollte. Und so meint sie, dass die Festrede statt ihrem Mann der Bürgermeister halten solle, da dieser eine so sympathische Stimme habe.

Eine donnernde Hermine (Ramona Schmalzl) erinnert ihren Gatten recht unsanft an seinen von ihr auferlegten Hausarrest und an die liegengebliebene Bügelwäsche. Dabei hilft sie kräftig mit dem Regenschirm nach. Lärm verträgt die zugereiste Nachbarin Frau Vogerl (Rosi Fries) ganz und gar nicht - und wenn er auch von einem frühmorgens krähenden Gockel kommt.

Leonhard plagen ganz andere Sorgen: Seine Festrede muss er üben und die Fahne der Feuerwehr ist auf rätselhafte Weise verschwunden. Die Planungen nehmen nach und nach Gestalt an - so in Form eines Männerballetts. Und die Liebe spielt eine gewaltige Rolle. Die Vergangenheit holt Wendelin ein, als dessen Jugendliebe Johanna (Sabine Aschenbrenner), Resis Schulfreundin, auftaucht - mit ihrer Tochter Luise (Lisa Altmann). Dieses Mädchen erfährt nun, dass Wendelin ihr Vater ist, was auch seinem Hausdrachen, dem "Herminator" nicht verborgen bleiben sollte. Luise findet Gefallen an dem schüchternen und unbeholfenen Heini (Franz Altmann) und der verliebt sich auch in sie. Am Ende löst sich auch das Rätsel um die verschwundene Fahne in Wohlgefallen auf.

Die Darsteller überzeugten mit Mimik und Gestik und fanden am Ende ein restlos begeistertes Publikum vor, das kräftig applaudierte. Die Souffleusen, Anna Bley und Irmgard Schönberger, spendeten Sicherheit, mussten aber bei den sehr textsicheren Schauspielern nicht eingreifen. Ottilie Mandl, die Regie führte, freute dies. Auch Charly (Karl-Heinz) Bauer und Dieter Weber, zuständig für den Support, erhielten den verdienten Applaus. Am kommenden Samstag um 19 Uhr und Sonntag um 18 Uhr besteht noch die Möglichkeit, sich das Stück anzusehen, Karten gibt es im Touristikbüro und an der Abendkasse.
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