"Ü 60" außer Rand und Band

Die Neihauser Loamsiada begeisterten mit ihren vielsagenden Gstanzln.
Lokales
Nittenau
09.02.2015
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Bis Helga Proske, die Chefin des Weiberkomitees einmal sprachlos ist, muss viel passieren. Am Samstag war sie es jedoch gleich zwei Mal.

"Ich bin sprachlos und das will was heißen bei mir", zeigte sich Helga Proske überwältigt vom riesigen Ansturm auf die "Party 60+" am Samstagnachmittag in der Regentalhalle. Eilig wurden noch Tische und Stühle herbeigeschafft. Die Bedienungen hatten alle Hände voll zu tun, um Kaffee und Kuchen sowie weitere Getränke zu servieren.

Berstend voll war die Halle, als unter großem Helau das Weiberkomitee, Bürgermeister Karl Bley sowie sämtliche Ehrengäste einzogen. "Zum Seniorenfasching geht keiner mehr, es muss die Party 60+ sein", sollten die Neihauser Loamsiada später zum Besten geben, allen voran deren Gstanzl-Sängerin Evi Kugler. "Spätestens in 50 Jahren wird es Ni-Bru-Bo heißen", meinte Helga Proske, angesichts der angereisten Gäste aus den Nachbarkommunen Bruck und Bodenwöhr, die unter den Nittenauern Platz fanden.

Schaffner Karl Bley

Schaffner Karl Bley habe den Weg zum Bahnhof Regentalhalle gewiesen. Und dann seinen Amtskollegen aus Bruck begrüßt. Mit knapp 100 Leuten aus der Marktgemeinde sei er da. "Die Brucker Karpfen schwimmen gern über den Sulzbach nach Nittenau", weiß der Nittenauer Rathauschef bestens Bescheid. Michael Müller, Vorsitzender des Seniorenbeirats Nittenau, freute sich ebenso auf unterhaltsame Stunden, die auch Brucks Bürgermeister Hans Frankl allen Anwesenden wünschte.

Das Unterhaltungsprogramm war bunt gemixt, von glanzvollen Auftritten der Faschingsgesellschaften "Allotria", Nittenau, und "D'Rummlfelser, Fischbach. Beider Kinder- und Jugendgarden bzw. die Prinzengarde der Allotria bezauberten mit ihren Tänzen, ebenso die Prinzenpaare beim Walzer. Und zwischendurch wurden die Gäste selber immer wieder auf die Tanzfläche gerufen. Diese ließen sich nicht lange bitten. Alleinunterhalterin Christiane Aschenbrenner spielte dazu auf.

Das Weiberkomitee wartete mit verschiedenen Sketchen auf. Die Neihauser Loamsiada brachten ihre Sicht der Dinge dar und derbleckten per Gstanzln gekonnt nicht nur Nittenauer Persönlichkeiten. Leider gehe der Stabl aus Bodenwöhr ab. Die Stadt überlege, wie sie die Seniorenarbeit integrieren könne. Der Werner Götzer hätte die Grünflächenpflege vorgeschlagen, ohne sich dessen bewusst zu sein, dass er selber auch schon Rentner sei.

Nicht am Heizen sparen

Der Pfarrer rase hin und her, weil er zwei Bauten machen müsse. Mit dem Sparen habe er es ärger als die Schwaben. Man hoffe, dass er in die Heizung investiere, damit die Leute nicht mehr so frieren.Im Stadtrat gehe es jetzt harmonisch zu, weil der Meierhofer zweiter Bürgermeister sei und eine Ruh gebe.

"Er ist deppert, sie ist deppert", hieß es beim nächsten Sketch des Weiberkomitees. "Mit der neuen Brille schaust du furchtbar aus", meinte er (Christine Griesbeck) zur ihr (Helga Proske). Die sagte, dass sie gar keine neue Brille habe. "Aber ich", sagte der Angetraute. Dass ein Baby nicht immer süß vor sich hinschlummere, sondern sich lieber nach Rockrhythmen austobt, das erlebten die Zuschauer hautnah mit.

Orden vom Landesverband

Helga Proske hatte gerade eine weitere Tanzrunde angekündigt, als sie von Bürgermeister Karl Bley zurückgehalten wurde. Hans Frischholz vom Landesverband Ostbayern im Bund Deutscher Karneval ergriff das Wort. Was Helga Proske geleistet habe und leiste, das sei großen Applaus wert, der prompt einsetzte. Der völlig perplexen Chefin des Weiberkomitees überreichte er den Orden des Landesverbandes für ihre jahrzehntelangen Verdienste.

Al Bano und Romina Power

Als Bauer mit dem Rechen erzählte erzählte Helga Proske dann vom Leben in der Landwirtschaft. Am Regen habe "er" seine Frau Kuni kennengelernt. Beide saßen schweigend am Regen und "so hat ein Wort das andere ergeben". Gegen Ende des Nachmittags traten die "Stars aus dem Showgeschäft" auf. Helene Fischer (Julia Lautenschlager) begeisterte mit ihren Sologesängen, ehe sie als Romina Power zusammen mit Al Bano (Christine Griesbeck) auftrat.
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