Überzeugung nie aufgegeben

Franziska Meißel (Mitte), Peter Meißel (Zweiter von links) und Willi Koller (Zweiter von rechts) gehören der SPD seit 50 Jahren an. Dazu gratulierten (von links) Bürgermeister Karl Bley, Ortsvorsitzender Michael Jäger, MdL Franz Schindler und MdB Marianne Schieder. Bild: Mayer
Lokales
Nittenau
24.11.2014
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50 Jahre Mitglied bei der SPD: Sie haben alle Höhen und Tiefen der Partei aktiv miterlebt und sind bis heute ihrer politischen Heimat treu geblieben. Doch nicht nur Erinnerungen und die Dankabstattung standen beim Ehrenabend des Ortsvereins auf der Agenda.

Die "GroKo" aus Union und SPD regiert das Land, in Bayern hat die CSU das Sagen. Im Landkreis und einigen Gemeinden mussten die Sozialdemokraten bei der Wahl schmerzliche Niederlagen hinnehmen. Eine von wenigen Hochburgen, was den kommunalen Chefsessel anbelangt, ist die Stadt am Regen. Diese Feststellungen zogen sich durch den Ehrenabend, den der SPD-Ortsverein am Freitag in der Brauereigaststätte Jakob hielt.

Chefsessel verteidigt

Vorsitzender Michael Jäger blickte auf ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr zurück. Viele Veranstaltungen schlugen zu Buche und vor allem bei den Wahlen gab es eine Menge Arbeit. Dem Wermutstropfen (Verlust eines Stadtratsmandats) stand die Wiederwahl von Bürgermeister Karl Bley gegenüber. Im Ortsverein wurden die Weichen neu gestellt, ebenso im Kreisvorstand. Auch hier sei Nittenau gut vertreten, resümierte Jäger.

"Bedingt gelungen" apostrophierte Karl Bley die Kommunalwahl. Der Verlust des Landrat-Mandats schmerze. Dessen ungeachtet könne er als Mitglied des SPD-Fraktionsvorstands Themen und Interessen der Gemeinden am Regenknie vertreten. Die SPD habe mit ihrer Meinung zu den Krankenhäusern richtig gelegen, schnitt der Bürgermeister ein brisantes Thema an. Die Reha-Klinik Passauer Wolf greife nun Asklepios unter die Arme und übernehme von Burglengenfeld den Geriatriebereich.

Kürzlich befand sich der Stadtrat übers Wochenende in Klausur. Mit "geistlichem Beistand" wurden im Kloster Weltenburg Zukunftsperspektiven der Stadt diskutiert. Laut Bley herrscht Konsens, eine aktive Grundstückspolitik in die Wege zu leiten. Sie soll der Siedlungsentwicklung ebenso dienen, wie der Gewerbeansiedlung. Das Radwegenetz will man von der Regentalstraße herüber zur Brucker Straße fortsetzen, ebenso die Weiterführung von Muckenbach nach Reichenbach.

Geschichte geschrieben

Mit der Amtsperiode von Rudi Heininger trägt die SPD nun seit 18 Jahren Verantwortung im Rathaus. "Das Erscheinungsbild der Stadt hat sich zum Positiven gewandelt", so Bley. Die Arbeit basiere auf einer soliden Finanzpolitik. Und die momentanen Abrissmaßnahmen im Zentrum würden Platz für Neues schaffen.

Den drei Jubilaren zollten alle Redner höchsten Respekt für ihre Parteitreue. Besonders im Mittelpunkt stand Franziska Meißel. Sie schrieb auch im Landkreis Geschichte, da sie als erste Frau in den Kreistag einzog.
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