Urnen im Wald bald Realität

Lokales
Nittenau
26.02.2015
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Der Naturfriedhof bei Stefling zur Urnenbestattung nahm die entscheidende Hürde. Jetzt fehlen nur noch die Unterschriften bei den entsprechenden Verträgen.

Die Entscheidung fiel gegen drei Stimmen. Am Dienstagabend beschloss der Stadtrat den Bebauungsplan "Naturfriedhof Schlosswald Regental" als Satzung. Damit einher geht die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes. Vorangegangen war die Abwägung von Einwendungen nach nochmaliger öffentlicher Auslegung.

Laut Claudia Scharnagl vom Regensburger Büro UTE gab es zwei private und sechs behördliche Stellungnahmen. Abwässer fallen demnach nicht an, bei Bedarf wird für Friedhofsbesucher eine chemische Toilette aufgestellt. Keine Veranlassung zum Handeln stellt das Niederschlagswasser dar. "Der Wald bleibt weiterhin Wald. Früher hat es im Wald geregnet, das tut es heute auch", kommentierte Bürgermeister Karl Bley (SPD). Nun gilt es, noch eine Reihe von Verträgen zu schließen, unter anderem zur Verkehrssituation. Dann können die Vorbereitungen zur baulichen Umsetzung beginnen. Gegen den Satzungsbeschluss votierten Willi Sturm (CSU) sowie Benjamin Boml und Dr. Roland Gebhard (beide FW).

14 bis 19 Parzellen

Die Stadt hat das Grundstück der ehemaligen Gärtnerei Schmucker an der Alten Regensburger Straße von der Pfarrpfründestiftung erworben. Das knapp 11 000 Quadratmeter große Areal bietet je nach Größe 14 bis 19 Parzellen, die vor allem für Familien mit Kindern gedacht sind. Per einstimmigen Beschluss votierte das Gremium für die Aufstellung eines Bebauungsplanes mit Änderung des Flächennutzungsplanes.

Zur "Qualitätsverbesserung in Kindertagesstätten hat die Staatsregierung das Programm "Qualitätsbonus plus" aufgelegt. Der Freistaat zahlt demnach 52,69 Euro im Monat je "Regelkind" mit einer täglichen Buchungszeit von drei und vier Stunden. Voraussetzung: Die Kommune legt den gleichen Betrag drauf.

Auch hier gab es eine übereinstimmende Meinung. Demnach stellt die Stadt die Mittel in Aussicht. Mit den Einrichtungen wird zuvor über die genaue Handhabung der Maßnahmen gesprochen. Es stehen mehr Personal im Raum, gleichzeitig aber auch eine Reduzierung der Betriebskosten. Die Stadt müsste nach momentanem Stand etwa 41 200 Euro mehr aufwenden.

Der Drogeriemarkt

Abgelehnt wurde der Antrag des Vereins Heimat- und Bauernmuseum Mappach auf Bezuschussung. Der Stadtrat bekräftigte damit seinen Haltung aus dem Jahr 1997. Am Ende der Sitzung fragte Jürgen Kuprat nach dem Stand der Dinge bei der Ansiedelung eines Drogeriemarktes auf dem ehemaligen BayWa-Gelände.

Bürgermeister Karl Bley verwies auf ein Gespräch mit dem Bauträger und der Regierung. Möglicherweise könne bis Herbst das Bauleitplanverfahren abgeschlossen sein und die Baugenehmigung zum Jahresende vorliegen. Die Umsetzung wäre dann ab Mitte 2016 denkbar.
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