Verlässliche Politik wichtig

Landrat Thomas Ebeling (Mitte) hielt die Aschermittwochsrede. Begrüßt wurde er von den CSU-Ortsvorsitzenden Albert Meierhofer (Nittenau, rechts) und Willi Sturm (Bleich-Kaspeltshub). Die Stadtkapelle Nittenau spielte zünftig auf. Bild: Mayer
Lokales
Nittenau
20.02.2015
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Er sieht in der CSU die einzige Partei, die wirklich die Interessen Bayerns vertritt. Als der Landrat beim politischen Aschermittwoch auftrat, wurde auch ein Dreifachjubiläum begangen. Am Ende beantwortete der Landkreis-Chef noch eine interessante Frage.

Der 100. Geburtstag von Franz Josef Strauß, die 40 . Auflage des politischen Aschermittwochs der CSU im Stadtgebiet und erstmals nach 40 Jahren ein CSU-Mann als Landrat und Redner: Albert Meierhofer, Ortsvorsitzender, Kreisrat und zweiter Bürgermeister, freute sich, als er auf den voll besetzten Saal des Gasthauses Fuchs in Neuhaus blickte. Unter den Gästen machte er unter anderem auch Bürgermeister Karl Bley von der SPD aus. Daran anknüpfend, verwies Meierhofer auf die neue Konstellation im Stadtrat. Die CSU sei "nach 18-jährigem Oppositionsdasein in die Koalition aufgerückt". Und nur zusammen gelinge es auch, die anstehenden Probleme zu meistern.

Antworten geben

Miteinander reden und nicht übereinander zahle sich letztlich aus. Die durchschlagenden Erfolge hätten dies bewiesen, blickte Landrat Thomas Ebeling zunächst auf die letzten Wahlen zurück. Dann wandte er sich den Veränderungen in den vergangenen Monaten und Jahren zu. Die Palette reichte von der Finanzproblematik über die Ukraine-Krise bis hin zum IS-Terror. Die CSU müsse darauf Antworten geben. Ebeling erinnerte an das "C" im Parteinamen, der für bestimmte christliche Werte im konservativen Sinn stehe. Dazu gehöre eine verlässliche Politik, gepaart mit der Fähigkeit, Fehler zu korrigieren, wie beim Mindestlohn.

Bei der Energiewende seien die Bürger vor Ort zu hören, betonte Ebeling. "Nach Fukushima wurden sieben Atomkraftwerke abgeschaltet und das Licht brennt immer noch", nahm der Redner Bezug auf die Debatte um Windkraftanlagen und Stromtrassen. Auf den Landkreis blickend, führte Thomas Ebeling Erfolge ins Feld. Der Breitband-Ausbau sei auf einem guten Weg, bei der Haushaltslage rangiere der Schuldenabbau weit oben. Heuer seien 2,3 Millionen Euro vorgesehen: "Das ist auch notwendig bei einem Gesamtschuldenstand von 34 Millionen Euro." Bezüglich der avisierten Senkung der Kreisumlage um 0,5 Prozent sei ihm klar, "dass jeder Bürgermeister mehr will". Aber: "Versprechen kann ich nichts."

Keine nennenswerte Probleme macht Ebeling bei der Aufnahme der Asylbewerber aus. Derzeit befänden sich knapp 600 im Landkreis. Er dankte ausdrücklich den Bürgern, die sich als ehrenamtliche Helfer zur Verfügung stellten. Nun müsse man aber aufpassen, dass die Stimmung angesichts der Welle von Asylanträgen aus dem Kosovo nicht kippe. "Es kann nicht sein, dass Plätze für nachweislich Verfolgte belegt sind. Ich unterstütze deshalb eine schnelle Abschiebung", betonte der Landrat. Wer Hilfe nötig habe, werde indes gerne aufgenommen.

"Ja, Landrat"

Nach der Rede gab es noch eine kurze Diskussion. Ein Thema war dabei der ÖPNV. Hierzu existiere eine Arbeitsgruppe, die sich im Gespräch mit dem RVV befinde. Die Vereinheitlichung des Tarifsystems Nord-Süd müsse abgestimmt werden, so Ebeling. Erste Resultate könnten in ein bis zwei Jahren vorliegen. "Sind Sie lieber Landrat oder waren Sie lieber Richter?" Nach kurzem Zögern gab Ebeling die Antwort. Das "Ja, Landrat" begründete er mit dem breiten Betätigungsfeld, das er als "sehr reizvoll" apostrophierte.
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