Vom Bajazzo bis zum Seemann

Ein Heimspiel hatte auch der Singkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Nittenau unter Leitung von Pfarrer Reiner Eppelein.
Lokales
Nittenau
12.05.2015
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Gerechnet hatte der Männerchor nicht mit einem derart regen Besucherzuspruch. Umso überraschter waren die Gastgeber bereits zu Beginn des Konzerts. Am Ende stand auch eine Aufforderung im Raum.

Neben dem Männerchor Nittenau gestalteten am Samstagabend noch weitere vier Chöre das Konzert im vollen Pirzer-Saal. Bereits seit 35 Jahren beherbergt die Hotelgaststätte den Verein. Vorsitzender Julius Schmatz verriet, dass Wirt Ludwig Pirzer Geburtstag hat. Und so stimmte der Gastgeber ein Geburtstagsständchen an, dem sich alle Anwesenden anschlossen. Nach fast zehn Jahren Abstinenz konnte das Publikum wieder ein Konzert besuchen, bei dem der Männerchor Nittenau als Gastgeber fungierte. Das Programm verhieß ein breites Spektrum an altem Volksliedgut über de Schlager bis hin zu Werken, die der Klassik zuzuordnen sind.

Ein Heimspiel

Das "Weit, weit weg", von Hubert von Goisern, "Aus der Traube in die Tonne" von Theobald Kerner oder "Bajazzo" von Bert Ruf, waren Beiträge des Männerchors Nittenau unter Leitung von Michaela Kangler-Lang. Mit von der Partie war der Kirchenchor Walderbach unter Leitung von Dr. Johann Pielmeier, der - anders als der Name vermuten lässt - nicht nur Werke der sakralen Welt zum Besten gab. Vielmehr waren es die "Tulpen aus Amsterdam" von Karl-Heinz Jäger, oder "Mich trägt mein Traum" - Abba nachempfunden - und nach der Pause unter anderem der "Gefangenenchor" von Altmeister Giuseppe Verdi.

Gute Kontakte pflegen die Gastgeber zum Männergesangsverein Bodenwöhr unter Leitung von Bernhard Schmidhuber senior. "Singen bringt Freude", von Robert Pappert verkündete dieser Chor und sorgte mit "Ich liebte einst ein Mädchen" für Erheiterung. Zum Träumen schön gestaltete sich der "Seemann" von Pasquale Thibau.

Auch ein Heimspiel hatte der Singkreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Nittenau unter Leitung von Pfarrer Reiner Eppelein. "Ich will den Namen Gottes loben" von Johann Sebastian Bach führte die Zuhörer in den Bereich des Kirchlichen, das keinesfalls an Leichtigkeit einbüßen muss. Dazu lieferten die Beiträge "Singen macht Spaß" und das "Jubilate" von J. M. Michel prompt den Beweis. Der Männergesangsverein Wald brachte unter Leitung von Rudolf Zimmerer mit "I hob' di gern" ein Kärntner Volkslied sowie ein stimmungsvolles "Aber dich gibt's nur einmal für mich". Text und Musik stammen aus der Feder von Pepe Ederer, Ehrendirigent des MGV Wald.

Mit Augenzwinkern

Julius Schmatz dankte allen Chören für ihr Mitwirken. Applaus begleitete seine Feststellung, dass es "ein schöner und unterhaltsamer Abend war". Schmatz sagte, fünf Chöre stünden zur Auswahl, falls jemand mitsingen wolle. Er selbst sei für den Männerchor Nittenau. Augenzwinkernd meinte er dazu: "Wir bringen Ihnen das Singen schon bei. Wir haben ja eine junge dynamische Chorleiterin, auf die alle Männer hören."
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