Vom Banktresor an den Altar

Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Konrad Brunner (Mitte) feierte sein Goldenes Priesterjubiläum mit seinen Mitbrüdern, den Geistlichen (von links) Adolf Schöls, Josef Schiedermeier, Pater Richard Multerer, Leo Feichtmeier und Pfarrvikar Andreas Hörbe. Bild: sir
Lokales
Nittenau
06.07.2015
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Es sei ein verschlungener Weg gewesen, auf dem er erzogen und gestützt wurde, erzählt Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Konrad Brunner von seinem Werdegang zum Priester. Am Samstag feierte der Geistliche sein Goldenes Priesterjubiläum mit einem Festgottesdienst. In den Mittelpunkt stellte er seine Mitmenschen.

Die Pfarrkirche Mariä Geburt war voll besetzt, als Pfarrer Adolf Schöls, Pfarrvikar Andreas Hörbe, Josef Schiedermeier, Oberstudienrat Leo Feichtmeier und der in Asang gebürtige Pater Richard Multerer von der Benediktinerabtei Schweiklberg gemeinsam mit Pfarrer Konrad Brunner mit vielen Ministranten einzogen. Statt einer Predigt berichtete Brunner von seinem "verschlungenen Weg zum Priester". Die Wurzeln Brunners liegen in Bergham, hier kam er im Oktober 1934 zur Welt, wuchs mit sieben Geschwistern auf. Nach dem Krieg kam er zu den Karmelitern in Schwandorf auf den Kreuzberg, als Vorbereitung auf das Gymnasium. Anschließend besuchte Brunner in Regensburg das Gymnasium. Bereits damals hatte der sportbegeisterte Brunner gerne Fußball gespielt. Dieses habe es mit sich gebracht, "dass die Noten entsprechend ausfielen", schmunzelte er. Brunner wechselte auf die Handelsschule, lernte in Nittenau Bankkaufmann bei der Raiffeisenbank. Im Hinterkopf blieb aber sein ursprüngliches Ziel, Priester zu werden. Schließlich besuchte er die Spätberufenenschule Hirschberg bei Weilheim, studierte in Regensburg. 1965 schließlich erfolgte die Priesterweihe. Als Kaplan fungierte Brunner in Bodenwöhr und in Kötzting. Von 1972 an wirkte er als Pfarrer in Böbrach, 37 Jahre lang. 2009 wurde Brunner in den Ruhestand versetzt und kehrte nach Nittenau zurück. Der Pfarrer dankte allen, die ihn auf seinem Lebensweg begleitet haben und besonders den Gästen, unter ihnen auch der frühere Kötztinger Bürgermeister Wolfgang Ludwig, der Böbracher Bürgermeister Werner Blüml, die Feuerwehr Auerkiel, sowie frühere Pfarrangehöriger. Der Kirchenchor unter Leitung von Rainer Blommer gestaltete die Feier.

Heiß erwartet

Pfarrgemeinderats-Sprecherin Christine Steinert erinnerte an die Umbrüche, die die Kirche zur Zeit der Priesterweihe Brunners zu tragen hatte. Er sei stets mit Herzenswärme auf Menschen zugegangen. Sie übergab ein Präsent. "Der Arbeitsplatz ist absolut sicher, die Bezahlung sicherlich nicht schlecht, der Sonntag allerdings nicht arbeitsfrei, die Zahl der vorzeitigen Berufsaussteiger groß, Nachwuchsmangel seit Jahren die Regel", sagte Bürgermeister Karl Bley. Er konnte sich gut an die Primiz Brunners in Nittenau erinnern. Als Ministrant habe man auf den Feriengast aus Böbrach gewartet, weil er gut Fußball spielte. Pfarrer Adolf Schöls sagte, Pfarrer Konrad Brunner sei als Priester und Mensch kostbar. Er strahle Güte und Bescheidenheit aus. Pfarrer Schöls dankte Brunner dafür, dass er stets die Frühmessen übernehme und als Aushilfe einspringe. Im Anschluss fand ein Stehempfang auf dem Kirchplatz statt, wo die Fahnenabordnungen sowie die Gäste die Gelegenheit nutzten, um Pfarrer Konrad Brunner zu gratulieren.
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