Von den Tücken des Alltags: Weiberkomitee in Höchstform

Der Zug ist angekommen. Die Premiere der Nittenauer Weiberfasenacht in der Regental-Halle wurde ein grandioser Erfolg. Bild: Hösamer
Lokales
Nittenau
13.02.2015
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Der Transrapid vom Pirzer-Saal zur Regental-Halle ist angekommen. Ihm entstiegen das Weiberkomitee und ihre Chefin Helga Proske, um bei drei ausverkauften Vorstellungen die 34. Nittenauer Weiberfasenacht zu präsentieren. "Hut ab", lautet das Fazit aus dem dreistündigen Programm.

Die anfängliche Skepsis war schnell verflogen. Wie würde der Umzug in die Regental-Halle ankommen?, hatte die große Frage gelautet. Vor allem beim neunköpfigen "Frauen-Team" herrschte gespannte Erwartung. Spätestens als die Show mit dem Einzug des Weiberkomitees begann, wurde deutlich, dass die Besucher einen tollen Abend erleben würden. Die Licht- und Tontechnik funktionierte nach den umfangreichen Vorbereitungen bestens.

"Mensch - ärgre dich nicht": Helga Proske verwies in ihrem Prolog darauf, dass die Würfel für den neuen Veranstaltungsort gefallen seien. Die "Zugfahrt" verlief nach ihren Worten "aufregend, bewegt und erquickend". Nun gelte es, "Glücksmomente ohne Zahl zu sammeln". Zur richtigen Einstimmung gab es dann gleich das "Nittenauer Weiberlied" und den Wunsch, dass sich die Menschen im Saal so richtig amüsieren. Gesagt getan: In acht Showblöcken präsentierte das Komitee vornehmlich Szenen aus dem Alltag. Da wurden die Probleme vor Augen geführt, wenn eine ältere, schwerhörige Dame an der Kasse des Supermarktes erscheint und den "Verkehr hinter ihr" arg lang blockiert. Thema Biergarten: Die Wirtin konnte einen Gast wegen der lästigen Fliegen beruhigen. Die würden sich zwischen 12 und 13 Uhr in die Küche zurückziehen, gab sie Auskunft. Das besondere Verhältnis zwischen Bayern und "Preißn" kam zur Sprache. Ebenso wurde gezeigt, wie ein Gedränge auf der Parkbank enden kann.

Sie sind einfach grandios. Was in der Regental-Halle läuft, fällt unter die Kategorie „filmreif“. Das Weiberkomitee mit Helga Proske an der Spitze präsentiert die 34. Nittenauer Weiberfasenacht. Bilder von Clemens Hösamer



Ein Besuch im rustikalen "In-Lokal" endete entsprechend, auch die Trachtler sorgten für stürmischen Applaus. Eine Heirat ist keine Einfahrt in einen ruhigen Hafen, sondern eine Ausfahrt aufs offene Meer: Diese Feststellung ließ sich auch beim Arztbesuch nicht klären.

Den absoluten Höhepunkt setzten schließlich Helga Proske und Julia Schlagenhaufer mit ihren Couplets. Überhaupt überzeugten die Damen mit ihren gesanglichen Beiträgen. Da kamen beispielsweise auch die "Amigos" zum Zuge. Zum Finale verabschiedete sich das Weiberkomitee mit roten Herzen und Musik. Für letztere sorgte das Duo "Picobello". Die Besucher ließen sich zwischen den Showblöcken nicht lange bitten.
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