"Weiberkomitee" begrüßt Bürgermeister als Schaffner - Um 11.11 Uhr gestartet
Mit Volldampf zum neuen Bahnhof Regental-Halle

Lokales
Nittenau
11.11.2014
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Helga Proske hat sich so ihre Gedanken gemacht. Da passte der Lokführer-Streik gut in die Szenerie. Beim Auftakt zur neuen Faschingssaison kam sie gestern um 11.11 Uhr mit dem "Weiberkomitee" ins Rathaus und ernannte Bürgermeister Karl Bley kurzerhand zum "Schaffner" für den Zug des Komitees zum "neuen Bahnhof Regental-Halle". Bekanntlich wechseln die "Weiber" für ihre grandiosen Auftritte die Lokalität.

33 Jahre existiert die "Nittenauer Weiberfasenacht" nun schon. Lange Zeit war die Truppe um Helga Proske im Pirzer-Saal beheimatet, in der neuen Saison gehen die Vorstellungen in der Regental-Halle über die Bühne. Der Bürgermeister hatte den künftigen Standort avisiert und so konnte er gestern das Schaffner-Käppi und die Winker-Kelle in Empfang nehmen. Die Pfeife brachte er vorsorglich selbst mit.

Karl Bley hieß die "Weiber" herzlich willkommen und verwies darauf, "dass sie wieder den Bürgermeister-Thron erklimmen". In der Regental-Halle hätten sie nun mehr Platz sich auszubreiten und darüber hinaus erhalte die Lokalität einen neuen Namen: "Weiberfaschingshalle". Auch er konnte den Damen das Motto für die Saison nicht entlocken. Dessen ungeachtet freute er sich auf die äußerst lustigen und niveauvollen Beiträge des Komitees, das längst einen hervorragenden Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus genießt.

Gedanken bei Max Götzer

Jeden Tag neue Skandale in der Zeitung: Helga Proske begann ihre Auflistung mit dem Berliner Flughafen, blickte auf den Stuttgarter Bahnhof, die Elbphilharmonie in Hamburg und den Lokführer-Streik. "Da lob' ich mir unser herrliches Nittenau", folgerte sie. Hier könnten alle - "vom kleinen Streithansel bis zum großkopferten Politiker" - lernen, wie man es richtig macht, ohne Streik und Streit.

Zurück zum Zug: Angehängt ist laut Proske ein Waggon "60 plus". Dieser hält am Nachmittag des 7. Februar bei der Regental-Halle zum Seniorennachmittag. Und am 10. Februar geht es dann richtig los. Ein Wermutstropfen mischte sich in die Auftaktveranstaltung. 33 Jahre begleitete Max Götzer mit seiner "Quetschn" das Weiberkomitee. Gestern fehlte er krankheitsbedingt. Ihm galten die besten Wünsche aller Anwesenden. Einen ausdrücklichen Dank richtete Helga Proske an ihre Mitstreiterinnen Lisa Malz, Christine Griesbeck, Erika Lautenschlager, Julia Lautenschlager, Corinna Goos, Rebekka von der Osten, Tanja Weinhart und Marion Lindner.
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