Wieder in die Staaten

Vorsitzender Julius Schmatz erörterte mit den Teilnehmern neue Ideen für den Ausbau der partnerschaftlichen Beziehungen. Bild: sir
Lokales
Nittenau
02.07.2015
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Wie schaut es aus mit den Städtepartnerschaften? Wie kann man die Kontakte pflegen? Um diese Fragen ging es bei einer Versammlung mit Vereinsvertretern. An Vorschlägen mangelte es nicht.

Rund 40 Vereine habe er angeschrieben, so der Vorsitzende des Städtepartnerschaftsverein Nittenau, Julius Schmatz bei dem Treffen in der Hotelgaststätte Pirzer. Die Resonanz ließ allerdings zu wünschen übrig. Wenig Kontakt bestehe zu Biblis in Hessen. Bürgermeister Karl Bley merkte an, es sei weniger die Stadt Biblis, als die Nachbarstadt Bürstadt, die besucht wurde. Die Nittenauer gastierten beim Gurkenfest in Biblis. Deren Delegation komme dann nach Nittenau zur Geisterwanderung. Zudem bestünden private Kontakte.

Probleme mit Geld

Es sei die Aufgabe des Städtepartnerschaftsvereins, die Kontakte auf eine breite Basis zu stellen, ließ Schmatz wissen. Früher habe die Grundschule Fischbach eine Partnerschaft mit dem tschechischen Horsice unterhalten. Diese Verbindung sei eingeschlafen, ebenso wie zwischen Prestice und der Volksschule Nittenau. Der Kontakt zu Lake Zurich sei hauptsächlich über das Regental-Gymnasium gelaufen. Karl Bley betonte, dass in Bezug auf Horsice die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung stünden. Die tschechischen Partner hätten allein schon Schwierigkeiten damit, den Bus zu bezahlen. Zudem hätten zwischenzeitlich Wahlen stattgefunden. Die Schulleiterin sei Bürgermeisterin geworden.

Schmatz ergänzte, dass die Schulleiterin längerfristig erkrankt sei. Der Bürgermeister verwies darauf, dass die Stadtkapelle in Prestice gewesen sei. Umgekehrt seien die Tschechen auch in Nittenau zu Gast gewesen. Auch beim Kleintierzuchtverein (KZV) gebe es gegenseitige Besuche. Zudem pflege der KZV auch Beziehungen mit Bürstadt. Von Lake Zurich gebe es Nachricht, dass man die Kontakte wieder aufleben lassen wolle. Es handle sich dabei um eine Deutschlehrerin mit ihrer Tochter. Geschäftsleiter Jakob Rester ergänzte, dass diese nächstes Jahr kommen wollen. Dr. Günter Merkel fragte nach, ob auch der Wanderverein involviert sei. Renate Merkel meinte, dass auch die Chöre in Nittenau eine Basis wären für einen Kontakt. Schmatz verwies darauf, dass man im Oktober Prestice und Biblis einladen wolle. Bley sagte, die Vereine erwarteten wohl, dass der Städtepartnerschaftsverein ein Programm ausarbeite.

Großes Interesse

Zum Kontakt mit Lake Zurich (USA) berichtete Dr. Gerhard Jutz, dass die dortige Schule einen Besuch plane. Details dazu gebe es noch nicht. Das Problem seien die Finanzen. Das Interesse dagegen sei außerordentlich groß. Bley regte an, eventuell mit einer kleineren Reisegruppe eine Fahrt nach Amerika zu organisieren, nicht auf Schülerbasis.

Julius Schmatz schlug vor, vonseiten des Städtepartnerschaftsvereins eine Tagesfahrt nach Prestice anzubieten. Bley meinte, dass man dies mit einem Besuch in Pilsen verbinden solle, da dann das Interesse größer sein könnte.
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