Winter endgültig ausgetrieben

Lokales
Nittenau
04.05.2015
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Die Menschen haben genug vom Schmuddelwetter, sehnen sich nach all dem Wintergrau nach Wärme, frischem Grün und Blüten - auch die Bewohner des Pflegeheimes "Haus Valentin". Vielleicht ist es den Hexen gelungen, den Winter endgültig zu vertreiben.

Warm eingepackt verfolgten die Heimbewohner am späten Nachmittag der Walpurgisnacht das bunte Treiben in der Außenanlage des Heims. Einrichtungsleiter Stefan Esser stellte zunächst den buntgeschmückten Maibaum auf. Danach erfreute der Nachwuchs des Theater- und Festspielvereins das Publikum mit seinem Spiel "Walpurgis im Regental", das aus der Feder von Franz Joseph Vohburger stammt.

Die Frühlingsfee mit ihren Blumenkindern erscheint, um das Regental mit Sonne, Licht und Blumenduft zu erfüllen. Doch so leicht gibt der Winter nicht auf. Er schickt eisigen Frost, Wind, Dunkelheit, Regen, Eis und Schnee, macht so dem nahenden Frühling die Herrschaft streitig. Das aufkeimende Grün und die Blumen sollen vernichtet werden. Zu Hilfe kommen dem Frühling die Winteraustreiber, die den negativen Begleiterscheinungen des grimmigen Winters endgültig den Garaus machen. Und so können die Blumen endlich ihre Pracht entfalten und die Menschen erfreuen.

Seit 2013 entführen die Organisatoren bei "Walpurgis im Regental" in eine weit zurückliegende Zeit, in der Menschen noch an Hexen und Dämonen glaubten. Der alten Überlieferung zufolge treten sie besonders in der Nacht zum 1. Mai in Aktion, treiben ihr Unwesen vor allem auch im Regental. Albert Meierhofer, Vorsitzender des Theater- und Festspielvereins, dankte für den herzlichen Applaus. Heimleiter Esser freute sich, dass der Frühling gewonnen habe. An Albert Maierhofer überreichte er ein Präsent.

Mit dieser Aktion wolle man den Senioren ein Stück Normalität vermitteln, betonte Esser. Früher seien die Bewohner zum Maibaum aufstellen gegangen, nun werde dieser Brauch zu ihnen gebracht. Noch einmal wurde das Stück aufgeführt: Beim anschließenden traditionellen Maibaumaufstellen im Anwesen Bollwein.
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