Zurück in die Kinos

Ein Blick auf die Uhr. Gleich startet der "Zurück in die Zukunft"-Marathon". Beziehungsweise: Er ist schon gestartet, und auch schon wieder vorbei. Fazit: Eine Veranstaltung, die eine Wiederholung verdient. Vielleicht in der Zukunft. Bild: doz
Lokales
Nittenau
22.10.2015
5
0

Die Zukunft ist bereits schon wieder Vergangenheit. Am Mittwochabend begaben sich ein paar Dutzend Männer und Frauen auf eine cineastische Zeitreise im Kinocenter Nittenau. Sie guckten sich die "Zurück in die Zukunft"-Trilogie an - und brachten somit das ganze Universum in Gefahr.

Zahlreiche Kinos in Deutschland beteiligten sich an der Aktion, alle drei Filmklassiker, die zwischen 1985 und 1990 erstmals auf die Leinwand gebracht wurden, erneut zu zeigen. Wieso gerade zu diesem Datum? Ganz einfach. "Doc" Brown hat es schon vor 30 Jahren gesagt: "Wir sehen uns in der Zukunft."

Als er die mit dem Fluxkompensator versehene Zeitmaschine auf den 21. Oktober 1985 programmierte, konnte er aber wohl nicht ahnen, dass das einen Ansturm auf die Kinos auslöste und der verrückte Wissenschaftler aus der Trilogie somit tatsächlich die Zukunft in der realen Welt veränderte. Gottseidank ohne gravierende Konsequenzen.

Nicht auszudenken, was hätte passieren können. Das ganze Universum war in Gefahr. Gut, das ist jetzt wissenschaftlich etwas ungenau formuliert. Um präzise zu sein, muss man schon Dr. Emmett Brown zitieren: "Die Begegnung bewirkt ein Zeitparadoxon, in deren Folge eine Kettenreaktion ausgelöst wird, die die Struktur des Raum-Zeit-Kontinuums auflöst und das gesamte Universum vernichtet. Zugegeben, das ist das schlimmste Ereignis. Es wäre möglich, dass sich die Zerstörung in Grenzen hält und sich nur auf unsere Galaxis bezieht". Aber es ist nichts passiert. Schwein gehabt also.

Und so stiegen die zufriedenen Kinobesucher nach einem gelungenen Abend schließlich in ihre DeLoreans und fuhren auf den Straßen nach Hause. Straßen? Pardon! Dort wo sie hinfuhren, brauchten sie keine ... Straßen. Einige traten so sehr aufs Gaspedal, dass sie Tempo 140 überschritten. Zurück blieben Spuren aus Feuer, Dutzende verschwundene DeLoreans und die Erkenntnis: Sie sehen sich alle irgendwann wieder - in der Zukunft.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.