An der Lohbügler Straße entsteht ein Wohngebiet
16 neue Bauplätze in Fischbach

Politik
Nittenau
28.04.2016
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Der Stadtteil Fischbach kann wachsen: Bis zu 16 neue Bauplätze werden im Gebiet "Lohbügler Straße" entstehen. Für die Erschließung boten sich mehrere Varianten an. Der Bauausschuss des Stadtrates hatte sich schnell für eine entschieden.

Mitte März hatte der Stadtrat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Das Wohngebiet wird zwischen Bründlweg im Norden und Lindenstraße im Süden an der Lohbügler Straße in Fischbach entstehen. Gerda Schießl vom Planungsbüro U.T.E. (Regensburg) erarbeitete vier Erschließungsvarianten und legte sie dem Bauausschuss am Dienstag vor.

Soll die Straße durch das Gebiet ein "L", ein "Z", oder ein Hufeisen beschreiben, oder ist eine Lösung mit einem kleinen Platz in der Mitte die günstigste? "Jede der Varianten hat ihre Vor- und Nachteile", sagte Schießl. So hätte die "Z-Variante"zwar am wenigsten Verkehrsfläche verbraucht, allerdings wären zwei Grundstücke nur unter hohem Aufwand erschlossen werden können. In die engere Wahl kamen schließlich die "Variante 3" mit dem Platz in der Mitte und das "Hufeisen" (4). Bürgermeister Karl Bley nannte alle Varianten "wohl durchdacht" und dankte der Planerin.

Bis zu 810 Quadratmeter


Johann Frimberger sprach sich für die Variante 4 aus, ebenso Jürgen Kuprat (beide SPD). Kuprat hätte zwar die Platz-Lösung auch gut gefallen, aus ökonomischen Gründen sei aber das "Hufeisen" zu bevorzugen. Auch die CSU-Räte Antonino Bruno, Albert Herzog und Willi Sturm plädierten für die "4". Einstimmig beschloss der Ausschuss schließlich, auf Grundlage dieser Variante weiter zu planen.

Das "Hufeisen" wird von der Lohbügler Straße ausgehen und auch in diese münden. Die Straßenerschließungsbeiträge für die Grundstücke werden im Mittel bei etwa 20 Euro pro Quadratmeter liegen. 16 Grundstücke mit Größen zwischen 510 und 810 Quadratmetern können parzelliert werden.

Problemlos passierte der Antrag von Stefan Gleixner das Gremium. Er will eine Abbindehalle auf seinem Betriebsgelände in Lohbügl bauen. "Wir freuen uns, wenn ein Handwerker investiert", sagte Bürgermeister Karl Bley. Eine beantragten Grundstücksauffüllung nahe der Wulkersdorfer Straße hinter dem Gelände der Spedition Schierer erteilte der Ausschuss noch kein Einvernehmen und stellte das Vorhaben gegen drei Stimmen mehrheitlich zurück. Die Fläche ist für extensive Weidehaltung ausgewiesen und soll um im Schnitt 32 Zentimeter mit reinem Erdaushub aufgefüllt werden. Aus Rücksicht auf Naturschutz- und Hochwasserbelangen will der Ausschuss erst die Stimmen der Fachstellen abwarten.

An der Bodensteiner Straße liegen die Schulen, auch der neue Kindergarten soll hier entstehen. Grund genug, über ein Tempolimit nachzudenken. Die Eheleute Jutta und Thomas Weber haben in einem Antrag gleiches gefordert, verweisen auf mehrere Unfälle mit Blechschäden. Reinhard Fohringer von der Bauverwaltung legte die Ergebnisse von Geschwindigkeitsmessungen vor. Die Hälfte der Verkehrsteilnehmer ist demnach in der Bodensteiner Straße schneller unterwegs, als die erlaubten 50 Kilometer pro Stunde.

"30" soll kommen


Der Ausschuss einigte sich darauf, zwischen den Einfahrten zur Grundschule und zum Gymnasium eine Geschwindigkeitsbegrenzung von "30" anzuordnen. Das muss mit den Fachstellen abgesprochen werden. Dann kann auch entschieden werden, ob flankierend bauliche Maßnahmen wie kleine Verkehrsinseln oder ähnliches notwendig sind. Franz Probst (Grüne) hatte in diese Richtung plädiert. Es gab aber auch Gegenargumente: Die Feuerwache der Nittenauer Wehr und eine Spedition in der Nähe sollen nicht unnötig behindert werden.
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