Bauausschuss im Freizeit- und Erholungsbad
Klein,aber fein

Der Bauausschuss und weitere Stadträte ließen sich von Bademeister Anderas Hanka und Bürgermeister Karl Bley vor dem Saisonstart die Maßnahmen im Freizeit- und Erholungsbad erläutern. Bild: Hösamer
Politik
Nittenau
28.04.2016
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Bei eiskaltem Wind und gefühlten drei Grad ließ sich der Bauausschuss am Dienstag im Freizeit- und Erholungsbad die Gegebenheiten erläutern. Für die ein oder andere Idee von Bäderleiter Andreas Hanka konnte sich das Gremium erwärmen.

Das kleine, aber feine Bad am Regen geht ab 7. Mai in seine 45. Saison. Dem Einsatz des Personals und stetigen Investitionen sei es zu danken, dass das Bad in gutem Zustand ist, sagte Bürgermeister Karl Bley. Ein paar Wünsche gibt's aber immer, etwa wenn es um Wasserhähne und Dusch-Armaturen im Waschbereich für den Campingplatz geht. Andreas Hanka erläuterte die Technik des Bads. Rund 75 Prozent der notwendigen Energie werden über eine Wärmepumpe aus dem Flusswasser des Regens, über Photovoltaik und eine Solaranlage für das Brauchwasser gewonnen. Eine Abdeckung für die Becken würde zwar Energie sparen, angesichts der hohe Kosten von geschätzt 60 000 Euro würde sich das aber laut Bürgermeister Karl Bley kaum rechnen.

120 000 Euro pro Jahr


Die Stadt gleicht jährlich etwa 120 000 Euro Defizit des Bades aus. Die reinen Betriebskosten werden durch die Eintrittsgelder gedeckt, die Personalkosten können so aber nicht finanziert werden. In diesem Jahr wird zwischen Campingplatz und Bad ein Zaun gebaut, um zu verhindern, dass Campinggäste noch nach den Öffnungszeiten Schwimmen gehen. Im Falle eines Unglücks wäre sonst die Stadt in der Haftung.

Im kleinen Wäldchen neben dem Hauptgebäude werden "Campingfässer" als Übernachtungsmöglichkeiten aufgestellt. Ob die Wiese, die jenseits des Bachs an das Bad anschließt, als Erweiterung für den Campingplatz dienen könnte, hängt vom Ergebnis weiterer Verhandlungen mit dem Wasserwirtschaftsamt ab. Das ist laut Bley "mäßig begeistert", weil die Wiese Überschwemmungsgebiet ist. Wie Hanka erläuterte, wäre weiterer Platz wünschenswert. Gerade Paddler- oder Jugendgruppen, die zelten wollen, müssten im Sommer immer wieder abgewiesen werden, weil die Campinganlage belegt ist. Im Hauptgebäude direkt am Lärchenweg sind einige Räume wie die Sammelumkleide nur wenig genutzt, wie Karl Bley und Andreas Hanka erläuterten. Hier wäre Platz für eine Sauna- oder Wellnesslandschaft. Allerdings wohl nicht als Betrieb der Stadt. Bley könnte sich vorstellen, dass ein privater Investor den Gebäudeteil nutzt.

Neue Eingangstür


Dem Kassenautomat am Eingang sollten nunmehr seine Kinderkrankheiten ausgetrieben sein, hoffen Bley und Hanka. Auch soll künftig besser verhindert werden, dass sich besonders "sparsame" Erwachsene Jugendkarten ziehen. Heute soll im Gebäude eine neue Eingangstür eingebaut werden. Die alte war teils verrostet.
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