Bürgermeister Karl Bley weist Vorwürfe zurück
„Aus der Luft gegriffen“

"Die Befürchtungen der Grünen, dass beim Thema Hochwasserschutz vermeintlich keine Gelder für eine Renaturierungen mehr zur Verfügung stehen, sind aus der Luft gegriffen." Zitat: Bürgermeister Karl Bley
Politik
Nittenau
20.08.2016
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Die Grünen werfen der Stadtpolitik vor, zu wenig auf ökologische Energieversorgung zu achten. Bürgermeister Karl Bley (SPD) kann da nur den Kopf schütteln. Da sei den Grünen-Stadträten Elisabeth Bauer und Franz Probst wohl einiges entgangen.

Bei einer Ortsversammlung warfen die Stadträte der Grünen der Stadtratsmehrheit und der Verwaltung vor, zu wenig für die Ökologie zu tun (wir berichteten in der Donnerstagsausgabe). Das teuere Energiekonzept, so Stadtrat Franz Probst, sei in der Schublade verschwunden. Auch das Hochwasserschutzkonzept geriet in den Fokus der Kritik.

Fernwärme in Waltenried


Solcherlei Aussagen können Bürgermeister Karl Bley schon mal auf die Palme bringen, was seinem ruhigen Naturell sonst nicht entspricht. Gerade weil die Stadt versucht, besonders bei der Versorgung städtischer Gebäude mit Heizenergie auf Nachhaltigkeit zu setzen. Die Aussagen bei der Ortsverbandsversammlung der Grünen bedürften deshalb der Richtigstellung, schreibt Bley in einer Pressemitteilung.

"Anscheinend ist es der Aufmerksamkeit der Stadträte von Bündnis90/Die Grünen Elisabeth Bauer und Franz Probst entgangen, dass das neu geplante Kinderhaus in der Bodensteiner Straße über das Hackschnitzelheizwerk und über die Fernwärmeleitung im Schulzentrum versorgt wird", schreibt der Bürgermeister. "Weiterhin ist festzuhalten, dass auch das neue Industriegebiet Waltenried ebenfalls über eine Fernwärmeversorgung über ein Hackschnitzelheizwerk verfügt." Das belege das genaue Gegenteil dessen, was Probst und Bauer der Stadt vorwerfen.

"Nicht zielführend"


"Die Befürchtungen der Grünen, dass beim Thema Hochwasserschutz vermeintlich keine Gelder für eine Renaturierungen mehr zur Verfügung stehen, sind aus der Luft gegriffen", kontert der Bürgermeister die Angriffe der beiden Stadträte. Tatsache sei, dass die Stadt derzeit das Projekt Hochwasserrückhaltung in der Fläche im Doblbachtal mit einem Kostenvolumen von rund 415 000 Euro realisiert. "Darüber hinaus wurden Untersuchungen für eine Hochwasserrückhaltung im Frankenbachtal durchgeführt und durch Flächenzukauf im Ödischbachtal und im Sulzbachtal werden ebenfalls Rückhaltemaßnahmen in der Fläche vorbereitet." Mutmaßungen und Befürchtungen öffentlich zu verbreiten, sei für eine Umsetzung dieser Pläne "nicht zielführend", reagiert der Bürgermeister.

Die Befürchtungen der Grünen, dass beim Thema Hochwasserschutz vermeintlich keine Gelder für eine Renaturierungen mehr zur Verfügung stehen, sind aus der Luft gegriffen.Bürgermeister Karl Bley
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