Dachstuhl mit Laser gescannt
Aufzug für das Rathaus

Politik
Nittenau
21.10.2016
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Modernste Technik kam zum Einsatz, um den Dachstuhl des Rathauses zu vermessen: Ein Laser kam zum Einsatz, der Daten über jede Sparre und jeden Balken lieferte. Jetzt kann die Planung für die energetische Sanierung und den barrierefreien Umbau beginnen, der über das Kommunal-Investitionsprogramm gefördert wird.

Sachbearbeiter Erwin Schreiber von der Bauverwaltung erläuterte am Dienstag dem Stadtrat, dass für die notwendige Dämmung unterm Dach Sparren verstärkt werden müssten. Das sei aber relativ einfach möglich. Alle Umbaumaßnahmen müssen mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden. Dazu gab es bereits einen Ortstermin. Das Rathaus soll auch einen Aufzug erhalten. Er wird außen ans Gebäude angebaut, etwas neben dem bestehenden Ausgang an der Ostseite. Nun müssen die Planungen für den Zuschussantrag komplettiert werden.

Auf Vorschlag von zweitem Bürgermeister Albert Meierhofer (CSU), der die Sitzung leitete (Bürgermeister Karl Bley war mit der Landkreis-Delegation in China), wurde der Zuschussantrag für das Anwesen "Am Anger 1" zurückgestellt. Das Gebäude sollte als "Wohnraum für Bedürftige" saniert werden, das hatte der Rat im Mai beschlossen. Da ging das Gremium von einer Förderquote von 90 Prozent aus. Gespräche mit der Regierung hätten ergeben, dass diese hohe Förderung nur bei einer Belegung mit anerkannten Flüchtlingen gelte. Sonst seien 60 Prozent aus der Städtebauforderung möglich. Meierhofer regte an, das Gebäude in Zusammenhang mit dem "Filetstück" Angerinsel zu sehen und ein Gesamtkonzept abzuwarten. "Ein Filetstück ist es nicht," sagte Otto Storbeck (FW), "sonst hätten wir es schon längst los." Franz Probst (Grüne) kritisierte die Fördervoraussetzungen. Diese schürten nur Vorurteile.

Wie soll die Ringstraße im Baugebiet Rosenstraße in Nittenau heißen? Na Ehrenbürger Pfarrer Dickinger? Oder doch wie eine Blume, wie die Straßen rundherum? Letzteres forderte Benjamin Boml (FW) und hatte gleich einen Vorschlag parat: Dahlienweg. "Typisch Bänker", konterte Werner Götzer (SPD) mit einem Augenzwinkern, "Darlehenweg" - und sorgte für Gaudium im Gremium. Locker verlief die Straßenbenennung dann trotzdem nicht. Die Straße blieb unbenannt, weil keiner der Namens-Vorschläge eine Mehrheit fand. (ch)

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