Jahreshauptversammlung der CSU
Altbürgermeister wehrt sich

Mitglieder der CSU Nittenau wurden für ihre langjährige Treue von CSU-Ortsvorsitzendem Albert Meierhofer (Dritter von rechts) und MdB Karl Holmeier (links) ausgezeichnet. Bild: sir
Politik
Nittenau
19.05.2016
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Eine Zusammenfassung der Ereignisse im abgelaufenen Vereinsjahr bot die Jahreshauptversammlung der CSU Nittenau. Bei einigen Punkten kam es zu Diskussionen. Vor allem Altbürgermeister Julius Schmatz wehrte sich gegen Vorwürfe.

Aufmerksam verfolgten die Anwesenden auch den Bericht auf Bundesebene. Auf der Tagesordnung fanden sich auch die Wahl der Delegierten und Ehrungen. Albert Meierhofer, Vorsitzender der CSU Nittenau, sprach zunächst über die vielen Aktivitäten im gesellschaftlicher Bereich. Politisch verwies er allgemein auf eine Delegiertenversammlung sowie auf die Fraktions- und Stadtratssitzungen.

Fraktionssprecher Thomas Hochmuth ging näher auf die Haushaltslage der Stadt ein. "Wenn jeder Bürger von Nittenau rund 1100 Euro zahlen würde, dann wäre die Stadt schuldenfrei." Viele Investitionen seien genehmigt worden. Die Neuverschuldung betrage 400 000 Euro. Meierhofer ergänzte diese Ausführungen in Bezug auf Anschluss an die Abwasserkläranlage und die Baugebiete.

Ärger bei Baugebiet


Altbürgermeister Julius Schmatz sah sich durch die Presse mit Vorwürfen konfrontiert, die seine Amtszeit betrafen. Es ging dabei um das Baugebiet Hirschenbleschen, dessen Erschließung mit den Anwohnern bereits abgerechnet worden sei, jetzt aber erst erschlossen werde. Diese Kosten seien höher als vor 20 Jahren, können aber nicht mehr zur Anrechnung gebracht werden. "Wenn ich keine Straße gebaut habe, kann ich nichts verlangen", verteidigte sich Schmatz. Es habe keinen Anlass gegeben, eine Straße zu bauen.

Jetzt sei das anders. Man habe Zuschüsse erhalten und nie die vollen Beiträge verlangt worden. Meierhofer antwortete, dass das ein schwieriges Thema sei, man jede Straße neu bewerten müsse. Zum Bau der Regentalstraße verkündete er, dass diese vier Monate voll gesperrt sei. Gleichzeitig werden die Fachmärkte entlang dieser Straße gebaut. Im November soll die Eröffnung erfolgen. Zeitgleich werde die große Regenbrücke neu geteert, eine Maßnahme, die trotz geplanten Neubaus unumgänglich sei. Ebenfalls in diesen Zeitraum fallen Abholungs-Maßnahmen im Regental, in der Nähe des Naturfriedhofs. Franz Schreiner regte an, bei der Vergabe von Namen für die neu entstehenden Straßen Personen und Organisationen zu bedenken.

Die Delegiertenwahl brachte folgendes Ergebnis: Delegierte für die Bundestagswahl sind Albert Meierhofer, Thomas Hochmuth, Karl-Wolfgang Brunner, Dorit Schwarzfischer, Tobias Gietl, Dr. Oskar Schmid und Rudolf Link. Als Ersatzdelegierte fungieren Franz Decker, Thomas Semmelmann und Franz Schreiner. MdB Karl Holmeier zog eine positive Bilanz in Sachen Bundespolitik. Doch sei der Wahlkampf bereits spürbar: "Das merkt man an den Aussagen von Gabriel." Sein Dank galt dem CSU-Ortsverband Nittenau für die geleistete Arbeit.

Jahrzehntelange Treue


Anschließend wurden Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit geehrt: Über die Silberne Ehrennadel freuten sich Helma Koller für 25 Jahre Mitgliedschaft, Stefan Meissl für 30 Jahre und Karl Matok für 35 Jahre. Gold gab es für 40 Jahre Zugehörigkeit für Michael Kraus, Franz Reber sowie für 45 Jahre Karl Schmucker. Die Ehrennadel mit Schmuckstein erhielt Martin Reisinger für 50 Jahre Mitgliedschaft, vom Ortsverband die Nadel mit Ehrenraute.
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