Kinderbetreuung: Weiterer Bedarf in der Stadt
Dritte Gruppe für Kinderhaus

Die Kinder im BRK-Kindergarten im alten Gymnasium an der Fischbacher Straße dürfen sich wohl bald auf weitere Spielkameraden freuen. Eine zweite Gruppe ist in Planung. Wenn das neue Kinderhaus an der Bodensteiner Straße fertig ist, werden die Gruppen dorthin umziehen. Bild: Steinbacher
Politik
Nittenau
19.02.2016
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Die Stadt Nittenau wächst, und damit der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen. Der Hauptausschuss billigte am Dienstag für das neue Kinderhaus bei der Volksschule an der Bodensteiner Straße den Bedarf für 50 Kindergarten- und zwölf Krippenplätze.

Kaum geplant, schon erweitert: Das Kinderhaus an der Bodensteiner Straße wird zusätzlich eine alterskombinierte Gruppe zur Verfügung stellen. Der Bedarf sei da, erläuterten Bürgermeister Karl Bley (SPD) und Martin Schöberl von der Verwaltung. Das Kreisjugendamt unterstütze die Einschätzung, dass eine weitere Gruppe notwendig sei. Diese Beurteilung ist wichtig, weil die Stadt dann mit höheren staatlichen Zuschüssen zu den Baukosten rechnen kann.

Sorgen in Fischbach


Ins Kinderhaus werden die Gruppen einziehen, die momentan im alten Gymnasium an der Fischbacher Straße untergebracht sind. Träger ist das Bayerische Rote Kreuz. Das Kinderhaus wird auf dem Grundstück gegenüber der Feuerwehr nahe der Grundschule entstehen.

Sorgen bereitet dagegen der kirchliche Kindergarten in Fischbach. Die Stadt hätte eine Erweiterung eigentlich schon bewilligt, allerdings macht die Diözese nicht mit. Bley nannte das enttäuschend, zumal es eher formale Gründe sind, die zur Ablehnung führen. In jeder Seelsorgeeinheit sollen maximal sechs Kindergartengruppen bestehen. In Nittenau/Fischbach wären es dann neun oder zehn. "Jetzt ist der Träger am Zug", sagte Bley, der darauf verwies, dass die "Notgruppe" in Fischbach mittlerweile schon seit neun Jahren bestehe. Derzeit werden laut Schöberl in Fischbach 39 Kinder betreut, davon ein Kind mit Behinderung. Es sei mit weiter steigender Nachfrage zu rechnen.

Platz reicht nicht


Die drei Nittenauer Kindergärten kümmern sich derzeit um 221 Kinder, einige Plätze sind in Vor- und Nachmittagsgruppen doppelt belegt. Die Anmeldungen für das kommende Jahr machen laut Schöberl schon jetzt deutlich, dass das derzeitige Angebot nicht ausreiche. In der Fischbacher Straße sind deshalb die Weichen für eine zweite Gruppe bereits gestellt, für den dortigen BRK-Kindergarten lägen bereits 45 Anmeldungen vor. Es hätte schon seinen Sinn gehabt, die Räume und den Außenbereich im alten Gymnasium entsprechend aufwendig herzurichten, sagte Bley.

Die zwei Kinderkrippen in Nittenau betreuen derzeit 52 Kinder im Alter unter drei Jahren. Auch hier rechnet die Verwaltung mit weiterem Bedarf, der durch die alterskombinierte Gruppe im neuen Kinderhaus gedeckt werden soll. Außerdem: Die Nachfrage nach Bauplätzen in Nittenau ist ungebrochen. Auch deshalb sei mit weiterem Bedarf zu rechnen. Und: Vermutlich im Sommer wird die Flüchtlingsunterkunft an der Thanner Straße fertig. Auch dort könnten Familien mit Kindern einziehen, die ein Anrecht auf Betreuung haben.

"Viel Geld ausgegeben"


"Wir haben in den vergangenen Jahren enorm viel Geld für die Kinderbetreuung ausgegeben," sagte Bürgermeister Karl Bley. Diesen Weg wolle die Stadt fortsetzen. Der Ausschuss billigte die Bedarfsanmeldung ohne Gegenstimme.
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