Stadtrat erlässt Satzungen für „Lohbügler Straße“ und „Schwandorfer Weg“
Weg frei für Baugebiete

Politik
Nittenau
28.11.2016
17
0

Die neuen Baugebiete in Fischbach sind einen wichtigen Schritt weiter: Der Stadtrat beschloss die Bebauungspläne "Lohbügler Straße" und "Schwandorfer Weg" als Satzung.

Gerda Schießl vom Planungsbüro U. T. E. Regensburg trug die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange für die beiden Baugebiete in Fischbach vor. Die Regierung hatte in ihrer Stellungnahme auf die zahlreichen Brachflächen in Nittenau aufmerksam gemacht und gefordert, zunächst diese Grundstücke zu aktivieren, ehe neues Bauland ausgewiesen wird. Die Verwaltung hat daraufhin die Brachflächen parzellengenau erhoben. Ergebnis: Tatsächlich gibt es über 40 Hektar freie Baugrundstücke in der Stadt, allerdings hat die Stadt nur auf einen sehr geringen Anteil Zugriff. Wie auch in anderen Kommunen gibt es das Problem, dass die Eigentümer die Grundstücke nicht veräußern wollen. Die Nachfrage nach Grundstücken sei aber weiter hoch, so Schießl. Der Stadt bleibt also kaum etwas anderes übrig, als neue Gebiete auszuweisen.

Die Jahresrechnung 2015 der Stadt wurde im Rechnungsprüfungsausschuss behandelt, wie dessen Vorsitzender Benjamin Boml vortrug. Es habe keine Beanstandungen gegeben. Geschäftsleiter und Kämmerer Jakob Rester trug die Zahlen vor. Der Gesamthaushalt umfasste nach Bereinigung der Soll-Einnahmen und Soll-Ausgaben 20 042 826,58 Euro, davon entfallen 15 426 830,69 Euro auf den Verwaltungs- und 4.615 995,89 Euro auf den Vermögenshaushalt. Kredit musste keiner aufgenommen werden. Der Schuldenstand habe sich von 10 069 376 Euro auf 9 615 262 Euro verringert. Einstimmig stellte der Stadtrat diese Jahresrechnung fest. Die Entlastung erfolgte ebenfalls einstimmig.

Straßen benannt


Im Baugebiet "Hirschenbleschen" wurden die beiden restlichen Erschließungsstraßen fertiggestellt. Einstimmig beschloss das Gremium, eine der Straßenflächen in der Gemarkung Bergham der Ortsstraße "Haidäckerweg" zuzuordnen, nach der Widmung zur Ortsstraße. Schwerer tat man sich beim Straßennahmen "Rosengarten" im Baugebiet "Rosenstraße II". Erfolgte die Widmung zur Ortsstraße noch einstimmig, schieden sich die Geister angesichts der drei Anwesen mit den Nummern 6, 6 a und 6 b. Mehrheitlich wurde der Beschluss gefasst, die drei Anwesen bleiben "Rosenstraße", die neue Straße wird "Rosengarten". Ebenfalls kontrovers ging es zu bei der Benennung im Baugebiet "Bodensteiner Straße". Die Widmung zur Ortsstraße erfolgte wiederum einstimmig. Mit drei Gegenstimmen wurde sie als "Roßbacher Straße" benannt.

Kenntnis nahmen die Räte von der 22. Änderung des Regionalplanes Region Oberpfalz-Nord, bei dem es um Windenergie geht. Hier wurde festgestellt, dass im Bereich der Kommune Nittenau kaum Aussicht auf den Bau von Windrädern bestehe. Aus fachlicher Sicht seien die Möglichkeiten bereits durchgefiltert, so Bley.

Der Stadtrat behandelte auch die die Jahresmeldung zur Städtebauförderung. Die Neugestaltung der St.-Wolfgangstraße soll auf die Jahre 2018/19 verschoben werden, in Verbindung mit der angestrebten Errichtung einer Quartiergarage. Die auf dem Sanierungsgebiet "Am Anger" dringend gebotene Neugestaltung des Quartiers östlich der Staatsstraße sei mit den Planungen des Hochwasserschutzes abzustimmen und daher nicht vor 2019/20 sinnvoll. Die Bedarfsmeldung wurde einstimmig gebilligt. Auch mit den angemeldeten Maßnahmen des Ökonomiehofs in Fischbach und dem städtischen Gebäude Nittenauer Straße 24 bestand Einverständnis.

Vorgaben für Doblbachtal


Zur Hochwasserrückhaltung im Doblbachtal ist eine Stellungnahme des Landesfischereiverbandes eingegangen. Berücksichtigt werden soll bei dieser Maßnahme, dass die Bodenwellen und Vorlandgrabungen nicht während der Laichzeit von April bis Juni sowie ab Oktober vorgenommen werden sollen. Die neuen Bodenwellen sollen begrünt werden, das zwischengelagerte Material vor Erosionen bei Starkregen zu schützen.

Zudem sei zu berücksichtigen, dass keine wassergefährdenden Stoffe in den Bach gelangen können. Die Rückhaltefläche dürfe künftig nur noch als extensives Grünland bewirtschaftet werden. Die Hinweise wurden zur Kenntnis genommen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.