Stadtrat in Nittenau
„Pionier der Seniorenarbeit“

Bürgermeister Karl Bley (rechts) und Seniorenbeiratsvorsitzender Michael Müller (links) verabschiedeten den "Pionier der Seniorenarbeit", Georg Eichinger, mit einem Präsent und begrüßten als neues Mitglied Heidi Ernst. Bild: sir
Politik
Nittenau
17.03.2016
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Weitreichende und zukunftsweisende Baumaßnahmen nahmen einen gehörigen Part bei der Stadtratssitzung am Dienstag ein. Drei mit der Planung beauftragte Referenten sprachen. Diskussionen zeigten, dass manches nicht gefiel, was sich auch teilweise in den Abstimmungsergebnissen spiegelte.

Bürgermeister Karl Bley gratulierte zuallererst Willi Sturm zu seiner Verdienstmedaille des Bundespräsidenten. Bley würdigte ihn als "Vorzeigebürger" im Bereich des Ehrenamts und überreichte ihm unter Applaus der Anwesenden ein Präsent.

Das Gremium befasste sich anschließend eingehend mit der Neugestaltung der Regentalstraße zwischen Alte Regensburger Straße und Raiffeisenstraße. Martin Popp von der Ingenieurbürogemeinschaft Weiß & Popp stellte den Planungsentwurf vor. Auf dem früheren BayWa-Areal soll ein Fachmarktzentrum entstehen. Durch eine Annäherung an den städtischen Charakter möchte man auf der Staatsstraße eine Geschwindigkeitsreduzierung erreichen. Das Grundkonzept beinhalte unter anderem eine Stärkung der Südseite. Der bereits vorhandene Gehweg soll einen Boulevardcharakter erhalten. Eine geplante Insel sowie eine Bushaltestelle sollen für eine Geschwindigkeitsreduzierung sorgen. Der Bus halte dann auf der Straße. Einige Räte übten Kritik, da sich der Verkehr dahinter schnell staue. Und auch ein "begehbares Grün" auf der Friedhofseite fand nicht einhelligen Zuspruch.

Neues Kinderhaus


In Bezug auf die Busbuchten sagte Bürgermeister Karl Bley, dass die Verhandlungen im Hintergrund nicht einfach seien. Mit zwei Gegenstimmen nahmen die Räte Kenntnis von der Planung und ermächtigten die Verwaltung, bei der Regierung der Oberpfalz den Städtebauförderantrag zu stellen. Die Kosten für das Projekt schätzt Popp auf rund 702 000 Euro. Die Grunderwerbskosten seien darin nicht enthalten.

Bereits im Bauausschuss behandelt wurde der Neubau eines Kinderhauses in der Bodensteiner Straße. Die Räte stimmten mit neun zu acht Stimmen für eine dreigruppige Variante, bei der der Eigenanteil der Stadt 984 000 Euro beträgt. Die Stadträte beschlossen außerdem die Änderung des Flächennutzungsplans im Ortsteil Fischbach im Bereich "Lohbügler Straße" und "Schwandorfer Weg" sowie die Aufstellung des Bebauungsplans. Gerda Schießl vom Planungsbüro U.T.E Regensburg erläuterte die Planungen im Einzelnen. Es handle sich dabei um zwei Teilgebiete; ein allgemeines Wohngebiet und ein geplantes Gewerbe- beziehungsweise Mischgebiets.

Die übrigen Abstimmungen zu den verliefen einstimmig. So berief das Gremium Heidi Ernst in den Seniorenbeirat der Stadt Nittenau. Sie ist Nachrückerin für Georg Eichinger, der auf eigenem Wunsch aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gremium ausscheidet. Für seine geleistete Arbeit und seinem Einsatz sprach Bley im Namen der Stadt dem "Pionier der Seniorenarbeit" Dank und Anerkennung aus und überreichte ihm ein Präsent. Von 2006 bis 2014 fungierte Eichinger als Vorsitzender des Seniorenbeirats.

Pendlerparkplatz geplant


Als dringend geboten sah der Stadtrat die Errichtung eines Pendlerparkplatzes bei der nördlichen Ausfahrt der B 16 (neu). Die Verwaltung werde beauftragt, diesbezüglich mit dem Freistaat Bayern eine Vereinbarung abzuschließen. Ein weiterer Punkt betraf die straßenrechtlichen Regelungen im Baugebiet "Waltenrieder Straße". Hier beschloss das Gremium, die Teilstrecken des öffentlichen Feld- und Waldweges "Schinkenholzweg" einzuziehen. Dieser Weg sei zur Ortsstraße aufzustufen und der Waltenrieder Straße einzugliedern. Ebenso verfuhren die Räte bei der Einziehung des öffentlichen Weges "Zellweg II" in der Gemarkung Treidling sowie der Einziehung des öffentlichen Weges "Gaßlpointweg II" in der Gemarkung Kaspeltshub.
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