Stadtrat spricht über Jahresrechnung und Förderungen
Putzfassade für das Kinderhaus

Politik
Nittenau
01.07.2016
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Drei Varianten zur Fassade des neuen Kinderhauses in der Bodensteiner Straße: Ausführlich beschäftigte sich der Stadtrat mit dem Neubau, deren Planung Markus Weber vom Architekturbüro Schnabel und Partner umfassend vorstellte. Weil der Bau größer ist als ursprünglich vorgesehen, steigen die Kosten.

Bezüglich des Kinderhauses hatte sich der Stadtrat in einer früheren Sitzung für vier Baukörper entschieden, die mit einem Flachdachraum dazwischen verbunden sind. Diese Variante ist laut Weber bereits mit den Fachstellen so abgesprochen. Weber stellte die Aufteilung der Räume vor. Durch die Vergrößerung des Zwischenraums habe man eine Nische für den Essensbereich gewonnen. Sowohl der Krippenbereich als auch der Kindergartenbereich weise Ausgänge in den Garten auf. Geplant wurde für 72 Kinder.

Weber stellte drei Varianten zur Fassade vor: Putz, Holz und Platten. Bei der Fensterumrahmung wolle man sich verschiedener Farben bedienen, damit sich auch die Kinder besser zurechtfinden. Die Baukörper sollen ein Blechdach erhalten, der Zwischenraum ein Gründach, genauer: vier Pultdächer mit Zwölf-Grad-Neigung und ein Flachdach dazwischen. Die Variante mit Holz sei sehr nachhaltig und wertig, urteilte Weber. Variante drei biete eine Alternative zwischen Putz und Holz: Fassadenplatten. Auch hier könne man Akzente mit Farben setzen, so Weber.

Jahresrechnung vorgestellt


Der Planer schlüsselte die Kosten auf, die sich auf insgesamt rund 1,9 Millionen Euro belaufen. An Förderungen seien rund 730 000 Euro zu erwarten, so dass bei der Stadt ein Eigenanteil von rund 1,17 Millionen Euro verbleibe. Bei der Variante mit Holzfassade entstehen 50 000 Euro Mehrkosten, bei der Ständerbau- statt Massivbauweise kommen noch 20 000 Euro mehr dazu. Nach einer Diskussion sprach sich das Gremium mit einem Stimmverhältnis von neun zu zehn gegen die Putzfassade aus. Mit 15 Ja-Stimmen setzte sich die Holzfassade durch. Auch der Massivbauweise wurde der Vorzug gegeben.

Anschließend beschlossen die Stadträte, sich für einen generationsübergreifenden Sozialarbeiter in Nittenau zu bewerben. Das Bundesfamilienministerium fördert die Gründung und den Betrieb von Mehrgenerationenhäusern. Der Zuschuss zu Personal- und Materialkosten betrage 30 000 Euro im Jahr, die Stadt müsste 10 000 Euro jährlich zahlen.

Auch die Jahresrechnung 2015 wurde vorgestellt. Nach dem vorläufigen Ergebnis schließt der Verwaltungshaushalt 2015 mit einer Summe in Höhe von 15 426 83 Euro. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt beträgt 2 879 171 Euro. Der Vermögenshaushalt weist ein Volumen von 4 615 995 Euro auf. Der allgemeinen Rücklage wurde ein Betrag von 15 106 Euro zugeführt, aber auch ein Betrag von 129 464 Euro entnommen. Der Schuldenstand konnte 2015 von 10 069 376 Euro am Jahresanfang auf 9 615 262 Euro zum Jahresende gesenkt werden.

Erasmus Freiherr von Fürstenberg, Hohenthann-Weihenstephan beabsichtigt eine Gesamtinstandsetzung des sogenannten Schlösschens in Untermainsbach. Mit drei Gegenstimmen befürworteten die Räte diesen Antrag. Der Zuschuss beträgt maximal 2500 Euro. Unter dem Punkt Anfragen informierte Bürgermeister Karl Bley, dass der Haushalt 2016 genehmigt wurde und Rechtskraft erlangt habe. Das Volksfest 2016 sei nun vorbei. Der Festwirt habe mitgeteilt, dass er als neuen Termin für 2017 den 12. bis 15. Mai einplane. Tina Schmidt fragte, ob bei der Erschließung der Rosenstraße eine Hebung der Straße vorgesehen sei. Anwohner hätten bei ihr angefragt. Bley antwortete, dass dies der Fall sei, aber nicht pauschal 1,50 Meter, sondern in unterschiedlicher Höhe, um die Oberflächenentwässerung sicherstellen zu können.

Werner Götzer sprach von einer Gefährdung des Straßenverkehrs beim Zubringer zur B 16 in der Wulkersdorfer Straße, da hier in Höhe Schierer Lkws parkten. Bley antwortete, dass man sich kümmern werde. Otto Storbeck sagte, dass am Rastberg nie ein Reit- und Fahrbetrieb entstanden sei, obwohl hier ein Antrag gestellt worden sei. Bley erklärte, dass die Baugenehmigung drei Jahre lang gültig sei, entweder müsse ein neuer Antrag gestellt oder der alte verlängert werden. Thomas Hochmuth stellte klar, dass der FC Bergham und der TSV Nittenau miteinander reden, entgegen anderer Verlautbarungen. Es habe Querelen um den Platz im Jahnweg gegeben, räumte er ein. Bley sagte, dass es schön sei, wenn die beiden Vereine miteinander reden können, die Nutzung werde künftig von der Stadt geregelt.

Übertragung auf Leinwand


Benjamin Boml fragte an, ob beim Bürgerfest das EM-Spiel auf Leinwand gezeigt werde. Der anwesende Tourismusfachmann Hermann Riedl antwortete, dass die Regelungen von Fifa und Uefa wegen der Lizenzgebühren auf Nittenau nicht zutreffen. Lediglich die Kosten für GEMA, die Leinwand und den Beamer müssen getragen werden. Im Hinblick auf den Besucherwegfall sprach sich Riedl dafür aus.
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