Berghamer übernehmen Patrenschaft bei Feuerwehr Nittenau
Ein Fass Bier allein reicht nicht

Per Urkunde wurde schließlich das erfolgreiche Patenbitten festgehalten. Bürgermeister Karl Bley (Zweiter von rechts) musste in viel zu großer Feuerwehr-Einsatzmontur auch Aufgaben lösen.
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Nittenau
26.09.2016
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Schmucke Uniformen und fesche Dirndln bestimmten am späten Samstagnachmittag das Stadtbild in Nittenau. Eine Abordnung der Feuerwehr Nittenau mit ihren Festdamen machte sich auf den Weg nach Bergham zu ihren Kameraden. Mit einem besonderen Anliegen und einem Fass Bier im Gepäck.

Vor dem Gerätehaus in Bergham wurden die Nittenauer schon mit einer gewissen Spannung erwartet. Schon von weitem kündeten die Klänge der Hofdorfer Musikanten Gäste an. Die Feuerwehr Nittenau feiert im kommenden Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. In Bürgermeister Karl Bley hatte man bereits einen Schirmherrn gefunden, in Petra Rauch eine Festmutter. Fehlte nur noch der Dritte im Bunde: Ein Verein, der die Patenschaft übernimmt. Ob die Berghamer wohl zustimmen? Natürlich, aber erst nach einigen Aufgaben. Das mitgebrachte 50-Liter-Fass wurde zwar wohlwollend gesehen, aber das reichte noch nicht.

Löchrige Schubkarre


Ein Wasserbecken, ein in die Jahre gekommener Schubkarren davor sowie Schöpfgefäße von einem einfachen Becher über eine Schöpfkelle bis zum Zehn-Liter-Eimer standen schon bereit. Welche Bewandtnis es damit hatte, das erfuhren die Gäste sowie die zahlreichen Schaulustigen, die sich inzwischen auch auf dem Gelände eingefunden hatten. Doch zunächst einmal ließen sich die Hauptverantwortlichen der Nittenauer Wehr kniend auf einem Schlauch nieder: Vorsitzender Andreas Weidmüller, Kommandant Michael Kerkez, zweiter Vorsitzender Michael Auburger und zweiter Kommandant Markus Jehl. Begrüßt hatte sie Karl-Heinz Stich, Vorsitzender der Berghamer Wehr. In Reimform trug Weidmüller seine Bitte vor, die Patenschaft doch zu übernehmen. Für Schirmherrn Bürgermeister Karl Bley hielt man einen überdimensionalen Einsatz-Anzug mit Helm vor. Bley bekam die Aufgabe, gemeinsam mit Festmutter Petra Rauch einen imaginären Brand zu löschen. Woher das Wasser kam: Das musste mühsam aus dem Becken in die löchrige Schubkarre geschöpft werden.

Marsch in die Halle


Durch richtiges Beantworten einiger Fragen durften sich die Nittenauer dann sukzessive größerer Schöpfgefäße bedienen. Von so viel Einsatzfreude überzeugt, ertönte ein kräftiges "Ja" von der Berghamer Wehr, als Stich seine Mannen fragte: Sind wir zur Patenschaft bereit?" Besiegelt wurde der Festakt mit einer Urkunde. Danach wurde das mitgebrachte Fass angezapft, ehe es erneut per Festzug zur Feier in die Regentalhalle ging.
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