Dorfentwicklung Fischbach
Bürger erarbeiten Prioritätenliste

Bürgermeister Karl Bley moderierte die Veranstaltung, erstellte eine Wunschliste und ließ die Fischbacher Prioritäten setzen. Bild: heg
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Nittenau
09.05.2016
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Den Fischbachern ist ihr Ort keineswegs egal. Sie arbeiten an der Entwicklung mit. So mancher Wunsch kann bald erfüllt werden.

-Fischbach. Zur dritten Infoveranstaltung zum Thema Dorfentwicklung kamen 38 Bürger, um ihre Vorstellung zur Daseinsvorsorge bis zum Jahre 2030 auf den Punkt zu bringen. Bürgermeister Karl Bley moderierte eine Themensammlung mit Stärken und Schwächen aus der Sicht der Fischbacher Bürger. Er ließ die Bürger Prioritäten setzen.

Bezugnehmend auf die 17 Vereine und Organisationen Fischbachs betonte Bley, dass andere Gemeinden über diesen Gemeinschaftssinn froh wären. Mit dem Erwerb des Baugebietes an der Lohbügler Straße mit 16 Parzellen und einem Entwicklungspotential an Gewerbefläche mit 1,6 Hektar stelle die Stadt unter Beweis, für die Zukunft Fischbachs Geld auszugeben und Weichen zu stellen. Die Rummlfelser müssen sich wohl auf einen neuen Ort zur Vorbereitung ihrer Faschingszüge einstellen. Der bisher genutzte Feldstadel steht auf dem neuen Baugebiet.

Einem geschichtlichen Rückblick von Kreisheimatpfleger Jakob Rester seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1123, mit den wichtigsten Stationen bis zur Entstehung des heutigen Ensembles des Ortes, folgten die Zuhörer aufmerksam. Wichtig für Fischbach waren die Grafen von Thürheim, wusste Rester, unter deren Herrschaft sich die Gemeinde mit Kirche, Pfarrer, Schloss, Ökonomiehof aber auch die Burg Stockenfels erst entwickelte.

Bley begleitete dann eine umfangreiche Ideensammlung. Positive Argumente für ein Leben in Fischbach waren eine eigene Grundschule, zentrale Lage, aktives Vereinsleben mit Jugendarbeit, ein Weihnachtsmarkt, Potenzial für Konzertveranstaltungen und jüngst auch Baulandausweisung.

Forderungen waren die Verbesserung der Grundnahrungsversorgung, bessere Anbindung an den ÖPNV, Gewerbeflächen, ärztliche Versorgung vor Ort, eigener Pfarrer, eine bessere Postversorgung, mehr Kindergartenplätze, Betreuung der Kinder am Nachmittag, Räume für verschiedene Veranstaltungen, Betreuung im Alter, ein Jugendtreff, Parkplätze bei Kirche und Friedhof, öffentliches WC, Hotspot, E-Tankstelle und Radwege.

Keine Grundversorgung


Aus diesen Stichpunkten setzten die Teilnehmer Prioritäten, welche bis 2030 verwirklicht werden sollten. Ganz oben werteten 15 Bürger den Bedarf an Gewerbeflächen, 14 Bürger eine Verbesserung der Grundversorgung durch Nahrungsmittel gefolgt von Gebäude- (12) und Straßensanierung (11). An fünfter Stelle wurde ein Gemeinderaum genannt (7), weiter ÖPNV (6), Radwege (3) sowie Jugendtreff (3). Bley sprach verschiedene Fördermöglichkeiten an. Bei Gebäudesanierungen müssen allerdings Räume für die Allgemeinheit vorgesehen sein. Als Beispiele nannte er Dorfladen, Mehrgenerationentreff oder Pfarrsaal. Am Beispiel Schreinerhaus verdeutlichte der Bürgermeister, dass diese Sanierung ohne eine staatliche Förderung nicht möglich wäre.

E-Tankstelle


Zusammenfassend stellte er fest, dass in naher Zukunft ein öffentliches WC, Parkplätze, E-Tankstelle, Räume für öffentliche Veranstaltungen und Kindergartenplätze verwirklicht werden können, wobei er eine Betreuung im Alter in Form einer Senioren-Gemeinschaft in Fischbach für schwierig hält. Abschließend erkundigte sich Bley über die Erwartungen von dieser Veranstaltung.

Die AlterspyramideBürgermeister Karl Bley beleuchtete die demografische Zusammensetzung der 1328 Personen zählenden Altgemeinde Fischbach mit all seinen Ortsteilen (Stand 25. April). Aufgeteilt in Gruppen ergibt sich diese umgekehrte Alterspyramide: 80 Personen bis 6 Jahre, 169 Personen 7-18 Jahre, 792 Personen 19-60 Jahre, 242 Personen 61-80 Jahre, über 80 Jahre 45 Personen. Gut jede vierte Person ist älter als 60 Jahre. (heg)
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