Fasching
Brauchtum schlägt voll ein

Vermischtes
Nittenau
10.02.2016
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Fischbach. So soll es sein: Den Fasching ausgelassen feiern und dabei Schabernack treiben. Am Aschermittwoch endet die Zeit der Feste, Bälle und Umzüge. In Fischbach hält die Faschingsgesellschaft "D' Rummlfelser" altes Brauchtum aufrecht.

Langsam erwachten die Lebensgeister der "Rummlfelser" am Aschermittwoch, als sich die Faschingsgesellschaft zum Fischessen in den Gasthof "Zur Sonne" in Brunn einfand. Geister war auch das Stichwort für Ulrich Fendl, Mitglied im Elferrat, sowie seine Helfershelfer. Um sicherzugehen, dass in den Köpfen der holden Weiblichkeit nicht doch noch ein Rest Übermut steckt, griffen sie zum überdimensionalen gefürchteten Bierschlegel und zum Holzbrett, "um Abhilfe zu schaffen". Mit drei wuchtigen Holzhammerschlägen hauten sie drauf und bekräftigten: "So treiben wir die bösen Geister aus."

Vorher gab es statt dieser Schläge noch einen Ratschlag: "Den Mund aufmachen, dass die Geister dann auch tatsächlich entweichen können." Das alles fiel nicht so wuchtig aus, wie es sich anhört. Schließlich milderte ein Holzbrett den Schlag auf das Hinterteil erheblich ab, und so konnten alle Beteiligten darüber lachen. 1987 ließen die Rummlfelser den alten Brauch des Oaschboußns wieder aufleben, wenn auch in abgewandelter Form. Damals gingen die Burschen früher mit Schlegel und Brett von Haus zu Haus oder vielmehr von Geschäft zu Geschäft, um den Geldbeutel wieder aufzufüllen. Dabei wurde den "Heimgesuchten" eben auch mit Holzschlegel und Brett zu Leibe gerückt.
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