Feuerwehr hält Mitgliederversammlung
Jugendarbeit immer wichtiger

Für ihre langjährige Treue zur Feuerwehr wurden zahlreiche Mitglieder geehrt. Dazu gratulierten (von links) Bürgermeister Karl Bley, FFW-Vorsitzender Andreas Weidmüller und Kommandant Michael Kerkez (rechts).
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Nittenau
18.03.2016
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Für seine herausragenden journalistischen Verdienste rund um die Feuerwehr Nittenau erhielt der frühere Redakteur Heinrich Mayer (Mitte) die Feuerwehr-Ehrennadel in Silber. Ihren Dank und ihre Anerkennung sprachen (von links) Bürgermeister Karl Bley, Feuerwehr-Vorsitzender Andreas Weidmüller, Kreisbrandrat Robert Heinfling und Kommandant Michael Kerkez aus. Bilder: sir (2)

Ein Grund zur Freude: Die Feuerwehr Nittenau zog bei ihrer Mitgliederversammlung eine überaus positive Bilanz und ehrte viele Mitglieder. Ein weiterer Grund zur Freude: 2017 feiert die Wehr ihr 150-jähriges Bestehen.

Vorsitzender Andreas Weidmüller informierte, dass die Wehr 407 Mitglieder zählt: "Der höchste Stand, den wir je hatten." Kommandant Michael Kerkez sprach von 516 Einsätzen im vergangenen Jahr, damit eines der einsatzreichsten. Die Aktiven rückten zigmal aus: unter anderem zu 21 Bränden, 86 technische Hilfsleistungen und 385 First-Responder-Einsätzen.

Das Thema "Tagesalarmsicherheit" werde mittel- und langfristig zu einem großen Problem, prognostizierte der Kommandant. Umso bedeutender sei eine intensive Jugendarbeit. Die Ausbildung müsse kontinuierlich fortgeführt werden. Die First-Responder-Gruppe unter Leitung von Georg Ernst und Philipp Bohn umfasst 17 aktive Mitglieder. Rund 7 600 Bereitschaftsstunden seien geleistet worden.

Noch mehr Zuschuss


Zum Thema Tetra-Funk sagte der Kommandant, dass er keine Kenntnis darüber habe, wann die Umstellung erfolgt. Die Stadt müsse 77 241 Euro aufwenden. Im Frühjahr habe die Wehr die Planung für die Ersatzbeschaffung der mittlerweile 30 Jahre alten Drehleiter beginnen können. Zusammen mit der Gemeinde Menkofen plant Nittenau die interkommunale Beschaffung von zwei Fahrzeugen. Der Vorteil darin liege in einem um zehn Prozent höheren Zuschuss vom Land Bayern. Bei einer Fördersumme von 225 000 Euro seien dies 22 500 Euro.

Zusätzlich erhalte die Stadt noch einmal eine Förderung von fünf Prozent für Regionen mit besonderem Handlungsbedarf. "Für die Stadt bedeutet dies aber immer noch ein nicht unerheblicher Eigenanteil von rund 400 000 Euro", so der Kommandant, der anmerkte, dass die Stadt diese Summe nicht in die Feuerwehr, sondern vielmehr in die Sicherheit der Bürger investiere.

Gemeinsam mit Kreisbrandrat Robert Heinfling nahm Kommandant Kerkez eine nicht alltägliche Ehrung vor. Der frühere stellvertretende Ressortleiter und Redakteur Heinrich Mayer erhielt die Feuerwehr-Ehrennadel in Silber. Heinfling sagte, dass Mayer bei seiner journalistischen Arbeit stets das Wohl der Feuerwehr im Auge gehabt habe. Er habe die Arbeit der Wehr 37 Jahre ins rechte Licht gerückt, auf hervorragende Weise.

"Er ist Teil der Feuerwehr", so Heinfling anerkennend. Kerkez fügte hinzu: "Unser Kamerad Heinrich Mayer hat als Redakteur mit seiner journalistischen Arbeit hervorragend unterstützt, er ist ein zuverlässiger Kollege." Seit Ende September ist Mayer im Ruhestand, der sagte: "Ich freue mich sehr und es macht mich auch sehr stolz." Auch Bürgermeister Bley gratulierte Mayer. Er habe sich nicht auf Polizeiberichte beschränkt, sondern sei selber zu den Unfallorten ausgerückt.

Jugendwart Florian Frummet berichtete von seiner Arbeit. Derzeit sind 28 Nachwuchskräfte zwischen zehn und 17 Jahren aktiv. Hunderte Stunden hätten er, Frummet, sowie sein Team mit Markus Hochmuth, Rebekka Haschke und Stefan Pöllinger in die Wehr investiert. Die Jugendlichen waren nicht nur mit der Ausbildung und Prüfungen beschäftigt, sondern nahmen auch an einigen Veranstaltungen teil wie am 24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag. Das Bayerische Leistungsabzeichen erzielten 13 Jugendliche.

Seit 50 Jahren dabei


Bürgermeister Karl Bley würdigte die vielen Aktivitäten der Feuerwehr. Die Drehleiter werde wohl 650 000 Euro kosten. Laut Kommandant soll sich der Eigenanteil der Stadt auf 400 000 Euro belaufen. "Ich sage, 300 000 müssen auch reichen", erklärte Bley. Notwendig geworden war die Neuwahl des Schriftführers, nachdem Marco Kuprat aus beruflichen Gründen dieses Amt nicht mehr ausüben kann. Gewählt wurde Andrea Pöllinger.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr Nittenau wurden zahlreiche Mitglieder geehrt. Seit 50 Jahren gehört Sigmund Weber der Wehr an, der damit gleichzeitig zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Seit 40 Jahren Mitglied sind Ludwig Pirzer, Erwin Kuhn, Gerhard Hochmuth und Heribert Weinhart. Seit 25 Jahren halten Marco Auburger, Heribert Ernst, Christian Bock, Thomas Reisinger, Josef Kulzer und Wilhelm Klein dem Verein die Treue.
Unser Kamerad Heinrich Mayer hat als Redakteur mit seiner journalistischen Arbeit hervorragend unterstützt, er ist ein zuverlässiger Kollege.Kommandant Michael Kerkez
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