Hauptversammlung der Kolpingsfamilie Nittenau
Spielmannszug bleibt stumm

Zahlreiche Mitglieder der Kolpingsfamilie Nittenau wurden für ihre langjährige Zugehörigkeit ausgezeichnet. Vorsitzender Werner Weindler (hinten links), Präses Pfarrer Adolf Schöls (hinten rechts) und Bezirksvorsitzender Albert Fischer (hinten, Zweiter von rechts) gratulierten. Bild: sir
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Nittenau
01.05.2016
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"Verantwortlich leben, solidarisch handeln": Den Leitgedanken dieses Gesellenvaters folgt die Kolpingsfamilie Nittenau. Das nicht erst seit gestern, wie die Ehrungen treuer Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung zeigten. Aber es gab auch schlechte Nachrichten.

Ob auf dem religiösen oder gesellschaftlichen Sektor, die Kolpingsfamilie Nittenau ist aus dem Stadtgeschehen und auch aus den Aktionen auf Diözesan- und Bezirksebene nicht wegzudenken. Vorsitzender Werner Weindler hatte aber nicht nur die erfreulichen Ereignisse im Blick. Gleich zu Beginn lenkte er die Aufmerksamkeit auf den Kolping-Spielmannszug, der das Musizieren aufgeben musste. "Alle Versuche, neue Spieler und vor allem Ausbilder und einen musikalischen Leiter zu finden, scheiterten", so Weindler, der allen dankte, die sich für den Spielmannszug engagiert hatten. Ein Trostpflaster bleibe, denn es bestehe noch eine kleine Flötengruppe, die auch weiterhin aktiv bleibt.

Primiz steht an


Der religiöse Bereich war gekennzeichnet durch die Beteiligung an den kirchlichen Veranstaltungen in der Pfarrei. Die Fastenzeit begann mit einer Meditation in der alten Kirche. In der Osternacht schenkte die Kolpingsfamilie Tee aus. Auf dem gesellschaftlichen Sektor verlaufen die Altkleideraktionen im Frühjahr und Herbst sehr erfolgreich, ebenso die Nikolausaktion. Immer besser angenommen werde auch die Fahrt zu den Luisenburgfestspielen. Am städtischen Ferienprogramm beteiligte man sich mit einem Minigolfturnier. Ein Kolpingabend, Veranstaltungen des Familienteams und Geburtstagsfeiern rundeten das Programm auf Ortsebene ab.

Als ein ungeahnter Erfolg entpuppte sich die im Februar 2014 eröffnete Kleiderkammer. 15 000 Euro konnten aus dem Verkauf gespendet werden. Dafür erhielten die Nittenauer den Adolph-Kolping-Preis bei der Diözesanversammlung in Regensburg. Auch Bezirksebene waren die Nittenauer aktiv. Weindler bat darum, bei der Vorbereitung der Primiz am 10. Juli in Nittenau kräftig mitzuhelfen.

Schriftführer Markus Weber gab den aktuellen Mitgliederstand mit 282 Personen an. Turnusgemäß stand die Wahl der Kassenprüfer an. Wieder in ihrem Amt bestätigt wurden Michael Schmalzbauer und Otto Pöschl. Bezirksvorsitzender Albert Fischer überbrachte die Grüße des Kolpingwerkes, insbesondere des Bezirksverbands. Er dankte besonders Pfarrer Adolf Schöls. Er gratulierte der Ortsgruppe zur Auszeichnung mit dem Adolph-Kolping-Preis und dem Familienkreis für seine gute Entwicklung. "Gehen wir mit Freunde und Verantwortung, Tatkraft und Begeisterung, Gottvertrauen und Mut an die Arbeit", so der Bezirksvorsitzende.

Dank für Engagement


Bürgermeister Karl Bley bedauerte die Auflösung des Spielmannszuges, der als Botschafter der Stadt Nittenau fungiert hatte. Er gratulierte zum Adolph-Kolping-Preis und dankte für die Beteiligung an den städtischen und kirchlichen Veranstaltungen. Präses Pfarrer Adolf Schöls sagte, dass man häufig höre, dass früher alles besser gewesen sei. Es sei anders, ruhiger, stressfreier, gemütlicher und geselliger gewesen. Man neige dazu, bestimmte Phasen zu verklären, nicht so gute Zeiten zu verdrängen. "Nicht die Zeiten sind besser oder schlechter, es kommt darauf an, was wir daraus machen", sagte Schöls.

EhrungenEine Reihe von Mitgliedern wurde für ihre Treue zu Kolping mit Urkunden und Ehrennadeln ausgezeichnet. Seit 25 Jahren Mitglied sind Michael Jehl, Benjamin Boml, Alfons Schambeck und Ilse Pelikan, seit 40 Jahren Dieter Schmidbauer, Josef Riederer, Michael Prasch, Christa Scheubeck und Josef Bollwein. Seit 50 Jahren gehören Karl Wagner und Anton Weber der Kolpingsfamilie an. Auf 60 Jahre Mitgliedschaft bringen es Max Loy, Willi Baumer, Hans Winkler, Hans Pöllinger und Raimund Brunner. Auf 65 Jahre Vereinszugehörigkeit kann Heribert Matok zurückblicken, auf 70 Jahre Hans Doblinger, Hans Fünffinger, Ludwig Kugler und Heribert Schmid. (sir)
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