Neupriester Florian Weindler zelebriert erste Messe
Primiz lockt Hundert Gläubige

Neupriester Florian Weindler wurde auf dem Weg zu seinem ersten Gottesdienst in seiner Heimatpfarrei von vielen Gläubigen begleitet. In der Kirche Mariä Geburt fanden sich außerdem viele Geistliche ein, die an der Primizfeier teilnahmen.
Vermischtes
Nittenau
12.07.2016
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Neupriester Florian Weindler wurde auf dem Weg zu seinem ersten Gottesdienst in seiner Heimatpfarrei von vielen Gläubigen begleitet. In der Kirche Mariä Geburt fanden sich außerdem viele Geistliche ein, die an der Primizfeier teilnahmen.

Eine Primiz ist ein seltenes Ereignis. Ganz Nittenau war am Sonntag auf den Beinen. Bereits frühmorgens wurde ein Blumenteppich vom Elternhaus von Primiziant Florian Weindler bis zur Kirche Mariä Geburt von Händen gelegt. Das Gotteshaus konnte die vielen Menschen nicht fassen, die kamen.

Unter den Klängen der Stadtkapelle Nittenau schlängelte sich ein nicht enden wollender Kirchenzug entlang des Blumenteppichs zur Kirche. Ministranten, Kommunionkinder, Vereinsabordnungen, kirchliche Würdenträger und mittendrin Primiziant Florian Weindler mit Eltern, Großeltern und weiteren Verwandten. Die gesamte Zeit über strahlte er eine stille Freude aus.

Die Festpredigt hielt Kolping-Diözesanpräses Stefan Wissel. Dies kam nicht von ungefähr, denn die Familie Weindler sei eng mit Kolping verknüpft und auch der Primiziant wuchs damit auf. "Herr du hast Worte ewigen Lebens", der vielsagende Primiz-Spruch des Neupriesters Florian Weindler zog sich wie ein roter Faden durch die Feier. Der Beruf des Priesters sei vieldiskutiert, nahm Wissel Bezug auf seine rhetorische Frage, ob man Priester brauche. Das Ansehen sei stark gesunken. Priester hätten mit Burnout zu kämpfen.

Rat: Ruhepausen einlegen


Wichtig sei vor allem die Erfahrung im Gebet, heutzutage oft belächelt. Der Primiz-Spruch drücke die Wirklichkeit Gottes aus. Die Worte seien nicht einfach, aber lebbar. Die Tätigkeit des Priesters würde viel Kraft und Arbeit abverlangen. Er verwalte nicht nur die Sakramente, vielmehr werde der Priester die Menschen den Umgang damit lehren. Wissel sagte, dass es gelte, Verantwortung zu tragen, erklärte aber auch: "Du bist nicht allein." Es gebe Mitbrüder, an die er sich wenden könne. "Den Menschen wirst du gerecht, aber werde auch dir selber gerecht", riet der Sprecher. So solle Weindler auch auf sich achten und Ruhepausen einlegen, etwa einen freien Tag.

Den Gottesdienst umrahmten die Regensburger Domspatzen unter Leitung von Domkapellmeister Dr. Roland Büchner sowie die Organisten Dr. Marco Weigl und Kantor Franz Xaver Weindler. Pfarrer Florian Weindler sagte, er sei überwältigt von der Gestaltung seiner Primiz und dankte allen, die sich in irgendeiner Weise daran beteiligt hatten. Pfarrer Adolf Schöls fungierte als Moderator bei der weltlichen Feier in der Regentalhalle. Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch gratulierte Weindler zur Priesterweihe. Drei Neupriester seien es heuer im Landkreis Schwandorf. Da die Feier einer Primiz sehr selten sei, müsse man dem Herrn dafür danken. Bürgermeister Karl Bley wünschte Weindler Ausdauer und Beharrlichkeit für sein Priesteramt, dass Gott ihm den Weg zeige und Umsicht im Handeln. Als Zeichen der Verbundenheit mit der Stadt Nittenau übergab er an Weindler ein Priestergewand in den Farben Grün und Gelb, Symbol für die Farben der Stadt.

Neues Messgewand


Pfarrer Reiner Eppelein nahm Bezug auf den bedeutungsvollen Primiz-Spruch. Am Glauben ankommen sei ein Prozess, den jeder individuell gehe. Das Priesteramt sage aus, dass Jesus der Weg und auch das Ziel sei. An Weindler überreichte er ein Buchpräsent. Im Namen der Pfarrgemeinde gratulierte Christian Elsinger von der Kirchenverwaltung. Durch Studium und Praktikum habe Florian Weindler das nötige Rüstzeug für seinen Beruf erhalten. Benötigt werde die richtige Arbeitskleidung. In diesem Sinne übergab er an den Neupriester ein neues Messgewand. Die Feier endete mit einem Unterhaltungsprogramm von Landjugend und Ministranten.
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