Regentalgymnasium erhält Titel
„Schule ohne Rassismus“

Sie freuen sich über den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" (von links): Rektorin Petra Weindl, die Vorsitzende des Bezirksjugendrings, Lisa Praßer, die drei Schulsprecher Valentin Mißlbeck, Michael Lößl und Lea Butschbach (vordere Reihe) sowie die Paten dieser Aktion, "D' Raith-Schwestern und da Blaimer". Bilder: sir (2)
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Nittenau
19.07.2016
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Sie mögen es bunt: "D' Raith-Schwestern" (Susi, links und Tanja) und "da Blaimer". Sie unterstützen das RTG mit ihrer Patenschaft zur Aktion "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Das Regentalgymnasium (RTG) hat sich zu Beginn des Schuljahres das Ziel gesetzt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" zu werden. Alle Voraussetzungen für diesen Titel wurden erfüllt. Am Freitag erfolgte die feierliche Ernennung im Beisein vieler Ehrengäste und der Schüler.

Stellvertretender Schulleiter Christian Schwab sprach von einem wichtigen Tag für das Gymnasium. "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", das sei eine Aussage, der man sich stellen wolle. Schwab bezog klar Stellung gegen Gewalt und Hassparolen. Mit einer Unterschriftenaktion habe sich das RTG für den Titel beworben. Mindestens 70 Prozent aller am Schulleben Beteiligten mussten unterzeichnen. Das war eine Voraussetzung für die Verleihung. Am RTG sind es sogar 81 Prozent gewesen.

Die Verleihung startete musikalisch. Zwischen 2013 und 2015 haben damalige Schüler im W-Seminar Musik und Geschichte in der Musik ihre Fahrt nach Auschwitz und ihre Eindrücke verarbeitet. Werke daraus präsentierten die ehemaligen Schüler Anna Heinrich, Max Müller, Christopher Trucks und Daniel Grill. Die Schülersprecher Lea Butschbach, Michael Lößl und Valentin Mißlbeck meinten, dass sich der Aufwand gelohnt habe. Sie und Mitglieder der SMV sowie der Verbindungslehrer hatten das Projekt ins Leben gerufen und vorangetrieben.

Mit dieser Auszeichnung allein sei es aber nicht getan. Jedes Jahr werde dazu ein Thema aufgegriffen und bearbeitet. Die Selbstverpflichtung setze auf respektvollen Umgang, Gewaltfreiheit, Toleranz und Mut, auf das Füreinander einstehen und das Vermeiden von Ausgrenzung. Nachhaltig werden in verschiedenen Projekten und Aktionen diese Themen weiterverfolgt. Bürgermeister Karl Bley sagte, dass die Verleihung die logische Schlussfolgerung des Handelns der vergangenen Jahre an der Schule sei. Außerdem freute er sich über die Vernetzung der Schulen untereinander.

Die Schülersprecher berichteten, dass beim Rockkonzert am RTG 800 Euro erwirtschaftet wurden. Jeweils 400 Euro erhielt Barbara Vielberth-Baer für die Unterstützung des Rainbow-House of Hope in Uganda und Barb Trucks vom Helferkreis Asyl. Beide freuten sich sehr über das Geld.

Lisa Praßer, Vorsitzende des Bezirksjugendrings Oberpfalz, überbrachte die Auszeichnung. "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Es sei ein europaweites Demokratie-Netzwerk und das größte Schulnetzwerk in Deutschland, betonte sie. Es existiert seit 1995, über 2000 Schulen gehören ihm an, in Bayern etwa 380 Schulen, in der Oberpfalz fast 70 Schulen.

"Der Blaimer" betonte, dass es eine große Ehre sei, als Pate fungieren zu dürfen. Er selber habe viele Jahre in einer Afro-Band gespielt und sei dabei immer wieder auf Rassismus gestoßen. "Informationen und Bildung sind der größte Feind des Rassismus", betonte er. Als Geschenk überreichte er ein symbolträchtiges Transparent mit dem Titel "Hoamat" und der Weltkugel darauf. Mit ihrem Titel "I mog's bunt" zogen er und "d'Raith-Schwestern" das Publikum in ihren Bann. Schulleiterin Petra Weindl dankte allen für ihr Engagement.
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