Regentalschau des Kleintierzuchtvereins Nittenau
Eine Schau „für alle Sinne“

Die Ehrengäste eröffneten die 48. Regentalschau des Kleintierzuchtvereins Nittenau und Umgebung, ehe man sich bei einem Rundgang selber von der Vielfalt und Schönheit der Tiere überzeugte. Bilder: sir (2)
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Nittenau
30.11.2016
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Die niedlichen Küken gefielen vor allem den Kindern. Vorsichtig nimmt dieser Junge das kleine "Wollknäuel" in die Hand.

Die 48. Regentalschau des Kleintierzuchtvereins (KZV) Nittenau und Umgebung bildete einmal mehr einen besonderen Anziehungspunkt für Tierfreunde. 46 Aussteller präsentierten über 750 Tiere in vielen Gattungen bei dieser Tierschau der Superlative.

Am Samstagvormittag wurde die Regentalschau offiziell eröffnet. Karl-Wolfgang Brunner, Vorsitzender des Kleintierzuchtvereins Nittenau und Umgebung freute sich, dass so viel Politprominenz erschienen war, unter ihnen Bürgermeister Karl Bley, der stellvertretende Landrat Joachim Hanisch, Landtagsabgeordneter Alexander Flierl sowie die Bürgermeister Hans Frankl aus Bruck und Rudolf Zimmerer aus Wald. Auch eine mehrköpfige Abordnung aus dem tschechischen Prestice war vertreten.

Festkalender zum Jubiläum


Brunner verkündete, dass die wohl in der Oberpfalz vielfältigste Vereinsschau hinsichtlich der 34 Höchstnoten mit einer sehr hohen Tierqualität überzeuge. Der Vorsitzende stellte eingangs die Ausstellung unter das Motto "Einheit in Vielfalt", das er als Markenzeichen des KZV sowohl im Hinblick auf die betreute Tiervielfalt, als auch auf die vielfältigen geselligen und züchterischen Veranstaltungen während des Jahres bezeichnete.

Die Feier zum 50-jährigen Bestehen begeht der KZV am 10. und 11. Juni. Dafür ist ein Festkalender erstellt worden. Besonders wertvoll in den 50 Jahren Vereinsgeschichte bezeichnete der Vorsitzende neben den materiellen Errungenschaften wie Vereinsheim und Vereinsfahne die geknüpften freundschaftlichen Verbindungen, vor allem mit den Partnervereinen in Prestice, Biblis und Bürstadt. Brunner hofft, dass der KZV im Zeitalter der Rückbesinnung zur Natur und im Trend zur Regionalisierung eine Zukunft habe. Stellvertretend für alle überreichte er an die beiden Ausstellungsleiter und die Organisationsleiterin Christine Maderer ein "veredeltes" Tiernaturprodukt in Form eines hausgemachten Eierlikörs. Ausstellungsleiter Franz Graf sagte, Besonderheiten seien auch heuer die Küken, die Zwergziegen und das neu beschaffte Hühnerhaus als Mustermodell für eine eigene kleine Hühnerhaltung zu Hause. Graf sparte nicht mit Kritik an den EU-Richtlinien, die im Hinblick auf eine allgemeine Stallpflicht und Ausstellungs- und Marktverbote völlig überzogen seien.

23-jährige Freundschaft


Neben exotischen Vogelarten konnten die Besucher auch verschiedene Kaninchen- und Geflügelrassen bewundern, die ansonsten selten zu sehen sind. Die Präsentation ist laut Graf nur möglich, wenn viele fleißige Helfer viele Stunden ihrer Freizeit opfern, um diese Schau überhaupt abhalten zu können. Die Helfer könnten stolz sein, diese schöne Schau mitgestaltet zu haben. Für den Ehrenschirmherrn Joachim Hanisch ist die Regentalschau jedes Jahr ein Ereignis "für alle Sinne". Ehrenvorsitzender Alfred Rothmeier meinte, wenn jeder Eigenheimbesitzer ein paar Hühner und Hasen halten würde, dann wäre die Biotonne überflüssig.

Josef Louda aus Prestice wies auf die 23 Jahre währende Freundschaft mit Nittenau hin und wünschte alles Gute. Schirmherr Bürgermeister Karl Bley griff das Ehrenamt heraus und damit die Arbeit, die hinter dem Wirken des Kleintierzuchtvereins und insbesondere der Regentalschau stecke.

Ausstellungs-VerbotDie Regentalschau blieb verschont. Seit Dienstag sind Geflügelmärkte im Landkreis Schwandorf verboten. Dabei handelt es sich um eine Verfügung des Landratsamtes. In einer Pressemitteilung heißt es: "Als Konsequenz aus der zunehmenden Zahl von Vogelgrippe-Fällen in Bayern wird nun auch auf dem gesamten Gebiet des Landkreises Schwandorf die Durchführung von Ausstellungen und Märkten mit Geflügel oder anderen Vogelarten wie zum Beispiel Truthühnern, Tauben oder Ziervögel verboten."

Zwar habe man im Landkreis Schwandorf noch keinen Fall von Vogelgrippe, gleichwohl sei auch das Landratsamt wie jedes andere Landratsamt in Bayern vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz dazu angehalten, diese Vorsichtsmaßnahme zu treffen. "Aufgrund der derzeitigen Dynamik des Geschehens ist im Hinblick auf Risikominimierung ein Verbot solcher Veranstaltungen notwendig", betonte Pressesprecher Hans Prechtl. Damit solle vermieden werden, dass über unerkannt infizierte Vögel das Virus in andere Bestände übertragen und verbreitet werden kann.

Die vom Landratsamt vor zehn Tagen verfügte Aufstallungspflicht, aufgrund der alle privaten und gewerblichen Tierhalter ihre Geflügel in geschlossenen Ställen zu halten haben, gilt uneingeschränkt weiter. Die Aufstallungspflicht und das Ausstellungsverbot gelten bis auf Widerruf. (doz)
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