Schulvorbereitende Einrichtung wieder in Nittenau
Lebenshilfe mietet sich ein

Im ehemalige Gymnasium in der Fischbacher Straße sind im kommenden Schuljahr sowohl ein Kindergarten als auch die Schulvorbereitende Einrichtung untergebracht. Bild: Wolfgang Steinbacher
Vermischtes
Nittenau
29.05.2016
101
0

Über zehn Jahre lang war die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) in Nittenau untergebracht. Nach einem rund fünfjährigen Intermezzo zieht sie nun in das ehemalige Gymnasium an der Fischbacher Straße zurück. Die Frage ist aber, für wie lange.

Von 1998 bis 2011 hatte sich die Lebenshilfe bereits in der Fischbacher Straße eingemietet. Bürgermeister Karl Bley erklärte: "In unserem Schulsprengel waren zu wenig Kinder." Also suchte sich der Träger eine neue Bleibe und wurde in Wackersdorf fündig. Bis Ende dieses Schuljahres ist die SVE dort noch in der alten Schule untergebracht. Weil dort ein Mehrgenerationenhaus entstehen soll und der Mietvertrag deshalb ausläuft, musste die Lebenshilfe reagieren.

Rund 30 000 Euro investiert


Deren Geschäftsführer Jörg Gaßner erklärte, dass es schwer gewesen sei, ein passendes Gebäude zu finden. Da das Ende des Schuljahres immer näher gerückt sei, habe er das Gespräch mit Bürgermeister Bley gesucht. Mit Erfolg. Die SVE zieht ab September mit zwei Gruppen à zehn Kinder in das ehemalige Gymnasium in Nittenau ein, wo sie schon einmal mehrere Jahre untergebracht war. Bei den drei- bis sechsjährigen Buben und Mädchen handelt es sich laut Gaßner um "Kinder mit Schwächen" - Lernschwächen, Sprachbarrieren oder Autismus etwa. Im kommenden Schuljahr sind sowohl die SVE als auch eine Kindergartengruppe im ehemaligen Gymnasium untergebracht. Der Kindergarten soll nach Aussage von Bley 2017 in ein neues Gebäude in die Bodensteiner Straße umziehen.

Die Stadt zahlt rund 30 000 Euro, um Fenster und Böden im Gebäude in der Fischbacher Straße zu erneuern. Die Mieteinnahmen sollen die Investition laut Bürgermeister gegenfinanzieren. Außerdem freut er sich, "eine überörtliche Einrichtung etablieren zu können". Das sei ein Gewinn für die Stadt. Der Bürgermeister hofft, dass die SVE langfristig in Nittenau bleibt, ist sich jedoch bewusst, dass der Mietvertrag erstmal höchsten über zwei oder drei Jahre laufen wird. So sieht es auch Gaßner, der gegenüber unserer Zeitung erklärte, dass die Regierung bei der Verlagerung nach Nittenau als Kostenträger mitziehe und er froh über die aktuelle Lösung ist. Allerdings sagte er über die mittelfristige Planung: "Wir wollen im Bereich Schwandorf wieder was finden." Für Montag ist eine offizielle Besichtigung der Räume in der Fischbacher Straße sowie eine Pressekonferenz im Rathaus vorgesehen, an der Gaßner und Bürgermeister Bley teilnehmen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.