Starkbierfest der CSU Bleich-Kaspeltshub
Engel Evi liest die Leviten

Der "schwarze Bierengel" Evi Kugler erhielt schon beim Einzug kräftigen Applaus von den Gästen des Starkbierfests der CSU Bleich-Kaspeltshub. Bild: heg
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Nittenau
29.02.2016
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Vom "schwarzen Engel" Evi Kugler sauber derbleckt wurde der ein- oder andere Stadtrat beim ersten Starkbierfest der CSU Bleich-Kaspeltshub. Aber auch so mancher "Normalbürger" kam vor den über 100 Besucher im Gasthaus Fuchs nicht ungeschoren davon.

Zunächst stand in Neuhaus aber Stadtrat Willi Sturm im Fokus: Er hatte für sein ehrenamtliches Engagement die Bundesverdienstmedaille erhalten. CSU Ortsvorsitzender Florian Hummel und Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier gratulierten. Ehe der "schwarze Engel" auftrat, berichtete Holmeier von seiner politischen Arbeit. Das für Bayern leidige Thema Länderfinanzausgleich machte Holmeier anschaulich, indem er vorrechnete: "Länderausgleich ist, wenn jeder bayerischer Bürger 400 Euro in einen Eimer wirft, diesen nach Berlin bringt und sich dort jeder Berliner 1000 Euro entnimmt".

Beim Thema Flüchtlinge wisse keiner genau, wie es weitergehen solle, so Holmeier. Fakt sei aber, dass die Zahl der Ankömmlinge reduziert werden müsse. Er verteidigte daher die "Obergrenze" vehement. Der "schwarze Bierengel" Evi kam hernieder, um die "Irdischen wieder zur Besinnung" zu bringen. Schon bei der Bierprobe im Vorfeld sei ihr aufgefallen, dass es der Herr Vorsitzende mit seiner Termindisziplin nicht so genau nimmt und dem Albert Herzog fast die Zornesröte ins Gesicht gestiegen sei, da er doch zur Fraktionssitzung musste. Eine Breitseite richtete Engel Evi an die "Nittenauer Schwarzen", die bei Veranstaltungen mit Abwesenheit glänzten.

Der dortige Vorsitzende habe es schwer, im Gegensatz zum Verband Bleich-Kaspeltshub: "Da ist der Willi Sturm für'n Florian Hummel, also einem Jüngeren, gwicha und scho pfeift a frischa Wind". Willi Sturm wolle sich aufs Altenteil legen und habe sich daher auf den Nachwuchs spezialisiert, damit "in 20 Jahr in Neuhaus immer noch die CSU regiert", so Engel Evi. Und Karl Holmeier? Der kümmere sich zwar um die B 85, doch mit der Gestaltung des Brucker Kreisels ("grod so greisslich wie der in Bleich") habe es nicht geklappt. "Wer lange fragt, geht lange irr", sei die Devise vom Stadtrat Reinhold Hochmuth. "Der baut an Kälberstoll mit offenem Verwendungszweck, nach dem Motto, da Burgamoaster und da Stadtrat denkt, da Hochmuth Reini lenkt".

Aber auch der Erwerb des Ökonomiehofes und des Schreinerhauses in Fischbach kam aufs Tablett: "Die heiligen drei Stadträte von Fischbach" hätten die Notwendigkeit erklärt, aber wenigstens der Heiner Hofstetter die "Wahrheit g'sagt". Des Engels Fazit: "D'Fischbacher jammern erbärmlich, Nittenau hat alles, aber mir san so ärmlich". So seine liebe Not habe Feuerwehrkommandant Walter Obermeier, der aus Altersgründen nicht mehr gewählt werden kann und Verlängerung beantragte.

Doch der Kugler Franz-Josef warte schon darauf, die Feuerwehr am Laufen zu halten. Der neue CSU-Vorsitzende Florian Hummel mache seine Sache gut, bescheinigte ihm der "schwarze Engel" und gab ihm den Rat, auch einmal eine Mitgliederversammlung abzuhalten, "damit's ihn kennenlernen, die Jungen und die Alten." Andreas mit der Quetschn und die Stadtkapelle übernahmen den musikalischen Teil.
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