Wolfgang Obermeier zum Ehrenkommandanten erannt
Ein Leben für die Feuerwehr

Der langjährige Kommandant Walter Obermeier (Mitte) wurde zum Ehrenkommandant der Feuerwehr Neuhaus ernannt. Dazu gratulierten (von links) Vorsitzender Karl Obermeier, zweiter Kommandant Josef Raith, erster Kommandant Franz-Josef Kugler und Bürgermeister Karl Bley. Bild: sir
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Nittenau
01.04.2016
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Die Arbeit der Feuerwehr Neuhaus ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Wolfgang Obermeier. Seit 1986 war er erster Kommandant. Beim Ehrenabend wurde deutlich, dass er nicht nur bei den Aktiven seine Pflicht erfüllte. Die Kameraden zollten ihm höchsten Respekt.

Karl Obermeier, Vorsitzender der Feuerwehr Neuhaus, freute sich über ein volles Haus anlässlich der offiziellen Verabschiedung von Wolfgang Obermeier, der nicht mehr für das Amt des ersten Kommandanten zur Verfügung stand. "Für die geleistete Arbeit und das große Engagement gegenüber dem Verein, der ganzen Bevölkerung und der Dorfgemeinschaft schlage ich vor, Herrn Walter Obermeier zum Ehrenkommandanten zu ernennen", sagte der Vorsitzende. Nach einstimmigem Votum überreichte er die Ehrenurkunde an Wolfgang Obermeier.

Alle Leistungsstufen


30 Jahre lang war Wolfgang Obermeier Kommandant. 24 Jahre davon stand ihm Josef Raith zweiter Kommandant an der Seite. Raith hielt die Laudatio und erinnerte er an die wichtigsten Stationen. Wolfgang Obermeier hatte von 1975 bis 1991 alle Leistungsstufen erfolgreich durchlaufen. Bereits 1981 legte er den Gruppenführer-Lehrgang ab, 1986 absolvierte er den Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr". Raith erinnerte an große Brandeinsätze und das Jahrhunderthochwasser 2002 in Nittenau. 1987 begleitete Obermeier den Aufbau der Damenlöschgruppe. In Sachen Weiterbildung ging Wolfgang Obermeier mit gutem Beispiel voran, wurde Oberlöschmeister.

In den Jahren 1993/94 erfolgte der Neubau des Gerätehauses, das künftig als "Neuhauser Modell" viele Nachahmer gefunden habe. Nachdem 1995 das THL 1 angeschafft wurde, erhielt die Wehr 1999 das neue TS 8/8 und 2014 das neue Tragkraftspritzenfahrzeug, erinnerte Raith. Doch auch an gesellschaftlichen Ereignissen war Wolfgang Obermeier maßgeblich beteiligt, so beim Ausrichten des Florianstags 1997. Beim 75-jährigen Gründungsfest im Jahr 2005 fungierte er als zweiter Festleiter. Im Jahr 2000 sei die alte Kapelle abgerissen worden. Beim Neubau war er Bauleiter. 2001 wurde die Kapelle schließlich eingeweiht.

Ehrenzeichen


Ehrungen blieben nicht aus: Obermeier erhielt das Ehrenzeichen für 25-jährigen aktiven Dienst im Jahr 1999, für 40-jährigen aktiven Dienst im Jahr 2012. Für hervorragende Leistungen erhielt er 2006 das Ehrenkreuz in Silber und im März 2016 das Ehrenkreuz in Gold. Barbara Stamm überreichte ihm 2013 die Urkunde der Bayerischen Staatsregierung für die außergewöhnlichen Leistungen im Hochwassereinsatz. "30 Jahre Kommandant, das bedeutet, fünf Mal in Folge gewählt worden zu sein", schloss Josef Raith.

Vorsitzender Karl Obermeier dankte auch Ehefrau Evi Obermeier dafür, dass sie ihrem Gatten stets den Rücken freigehalten habe. Wolfgang Obermeier freute sich sichtlich über ein Relief, das das Feuerwehrgerätehaus und die beiden Feuerwehrfahrzeuge zeigt. Kommandant Franz-Josef Kugler betonte, dass die Ära Wolfgang Obermeier "fast ein Drittel unserer Vereinsgeschichte" ausmache. Es sei eine Herausforderung, in so große Fußstapfen zu treten.

Bürgermeister Karl Bley sagte, dass Walter Obermeier tief in seiner Wehr verwurzelt sei. Im Namen der Stadt und persönlich gratulierte er und sagte: "Seine Art und Persönlichkeit, damit hat er sich großen Respekt erworben." Ein Wermutstropfen aber bleibe. Bei der letzten Wahl habe sich kein zweiter Kommandant gefunden. Er hoffe, so Bley, dass sich hier bald jemand engagiere. Als Zeichen des Dankes überreichte er eine Glas-Stele des Hl. Florian. "Mir fehlen momentan ein wenig die Worte", freute sich Walter Obermeier.

Dank an die Familie


"Ein Kommandant ist nur so gut wie seine Mannschaft. Ein Kommandant muss nur immer einen Schritt vorausgehen." Er dankte Willi Sturm, der 18 Jahre lang Vorsitzender gewesen sei, sowie allen, die ihn in seiner Amtszeit unterstützt haben: "Es ist nicht alles alleine mein Verdienst." Vor 24 Jahren sei man vor der gleichen Situation gestanden. Es habe keinen zweiten Kommandanten gegeben. Es seien die älteren Honoratioren gewesen, die damals ein Machtwort gesprochen haben. "Dann hat der Raith Sepp sich nicht mehr getraut, nein zu sagen." Sein Dank galt allen für ihre Unterstützung, besonders seinem Bruder Karl und seiner Familie.
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