Krones investiert 5,2 Millionen Euro für Bohrwerk
Statement für den Standort

Werksleiter Johann Dirmeier (Zweiter von links) stellte das neue Bohrwerk vor. Bild: doz
Wirtschaft
Nittenau
22.07.2016
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22 Lkw-Ladungen waren notwendig, um das neue Bohrwerk des Nittenauer Krones-Werkes anzuliefern. Die Investition beeindruckt nicht nur durch die Zahlen, die bei der Vorstellung am Mittwoch präsentiert wurden. Die Anschaffung ist auch ein klares Statement für Nittenau.

Krones hat im vergangenen Jahr die Drei-Milliarden-Schwelle beim Umsatz erreicht. Das Unternehmen ist weltweit tätig. Für die Mitarbeiter in Nittenau setzten die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren ein Zeichen. Sie investierten zwischen 2010 und 2015 rund 31 Millionen Euro. Die größte Investition ist jene in das vorgestellte Bohrwerk, das 5,2 Millionen Euro kostete.

Damit dürfte klar sein, dass die Unternehmensleitung weiterhin am Standort Nittenau festhält, den es seit 1972 gibt. Damals arbeiteten 63 Mitarbeiter im Betrieb. Betriebsrat Thomas Hiltl sagte über die Investition: "Wir sind froh über das klare Bekenntnis zum Fertigungsstandort Deutschland."

Heute sind es bereits rund 800. Im Werk hat sich die Modulproduktion etabliert. Einbaufertig montiert werden die kompletten Module nach Neutraubling geliefert, wo sie weltweit in den von Krones installierten Getränkeabfüllanlagen ihre Verwendung finden. In Nittenau sind 200 Maschinen und Anlagen untergebracht.

Bei dem Bohrwerk handelt es sich um eine Anlage zur Bearbeitung von Großteilen. Sie soll sowohl eine Leistungssteigerung von mindestens 30 Prozent sowie eine Erhöhung der Fertigungsqualität garantieren. Gefertigt werden mit dieser Anlage Teile für die Füll- und Kunststofftechnik, so zum Beispiel Füllertische und Behältertische. Das Bohrwerk ist 17 Meter lang, 16 Meter breit, siebeneinhalb Meter hoch und 244 Tonnen schwer. Die Maschine soll im ersten Quartal 2017 ihren Betrieb aufnehmen. Die Planung und Fertigung erstreckte sich über rund zweieinhalb Jahre. Die Auftragsvergabe erfolgte im Herbst 2014 und der Beginn der Montage im Frühjahr 2016. Die Anlage wurde innerhalb von dreieinhalb Monaten in Nittenau installiert.
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