Nittenauer Bürger wünschen sich Drogeriemarkt
Näher am Wunschziel

An den Edeka-Parkplatz anschließend, erstreckt sich der reduzierte Teil des "Sondergebietes Einzelhandel", der einen Drogeriemarkt aufnehmen könnte. Bild: Mayer
Wirtschaft
Nittenau
26.03.2015
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Ein Drogeriemarkt ist das große Anliegen, die Menschen in der Stadt am Regen würden sich über die Realisierung sehr freuen. Nun hat der Stadtrat einen weiteren Schritt in diese Richtung getan. Auch die Regierung ist nun im Boot.

Im "Sondergebiet Einzelhandel" an der Brucker Straße hat sich bekanntlich der Edeka-Markt niedergelassen. Waren auf der restlichen Fläche bislang noch Geschäfte für Textilien, Tiernahrung und Drogerieartikel vorgesehen, so wird sich die Angebotspalette nun auf letztere reduzieren. Die Verkaufsfläche eines Drogeriemarktes könnte damit auf knapp 800 Quadratmeter gesteigert werden.

799 Quadratmeter

Sebastian Kuhlen, beim Dibag-Konzern Leiter für Projektentwicklung und Bauland, stellte am Dienstagabend dem Stadtrat die neue Konzeption des Grundstückseigners vor. So könnte der räumliche Geltungsbereich des Sondergebietes reduziert und die Verkaufsfläche der Drogerie von 250 auf heute marktübliche 799 Quadratmeter erweitert werden. Kuhlen freute sich über die offenkundige Meinungsänderung bei der Regierung. Die gutachterliche Untersuchung habe zudem ergeben, dass auch das Potenzial für einen zweiten Drogeriemarkt vorhanden wäre. Im Blick stehe dabei das ehemalige BayWa-Gelände.

Das Gremium votierte einhellig für die Änderung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes "Sondergebiet Einzelhandel". Nun folgt zunächst die Anhörung der Fachstellen.

Zustimmung gab es für den Geltungsbereich des teilräumlichen Entwicklungskonzeptes beim BayWa-Gelände. Im Zuge der Maßnahme soll auch der südliche Stadteingang (Regentalstraße) neu gestaltet werden. Dabei ist an einen Gehweg entlang des Friedhofes und die Verlegung der Trasse um vier bis fünf Meter gedacht. Rund 500 000 Euro Kosten beinhaltet eine erste Grobkalkulation, wobei wohl eine staatliche Förderung möglich wäre.

Handlungsbedarf

Einen weiteren Zwischenbericht legte die Verwaltung zur Situation der Kinderbetreuung vor. Demnach müssten mit Blick auf den September 2015 etwa 16 Kinder in Nittenau und Bergham abgewiesen werden. In Fischbach werden derzeit 37 Kinder betreut, ab September dürften es 43 sein. Dort wird ein Raum angebaut. Eltern plädieren zudem für eine Krippenbetreuung.

"Wir brauchen zwei Notgruppen", ist Monika Kulzer (SPD) überzeugt. Tina Schmidt (CSU) verwies auf das ehemalige Schlingmann-Areal als möglichen Standort für einen neuen zweigruppigen Kindergarten. Es bestehene Handlungsbedarf, bekräftigte Bürgermeister Karl Bley (SPD). Der Stadtrat beauftragte den Bürgermeister und die Verwaltung, die erforderlichen Schritte zur bedarfsgerechten Schaffung weiterer Kinderbetreuungsplätze zu tätigen.

Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband hat den Jahresabschluss des Wasserwerks für 2013 unter die Lupe genommen. Das Jahresergebnis weist einen Verlust von knapp 11 000 Euro auf und wurde damit im Vergleich zum vorangegangenen Jahr deutlich reduziert. Der Anstieg des Wasserverlustes von 4,5 auf 8,4 Prozent basiert auf zahlreichen Rohrbrüchen. Mithin ist klar, dass auch künftig in die Sanierung des Leitungsnetzes investiert werden muss. Zur Kenntnis nahm das Gremium ferner die Prüfung der Jahresrechnung 2013 für das Freizeit- und Erholungsbad.

Für Flossenschwimmer

Die Flossenschwimmer-Abteilung des TSC Schwandorf, dem auch einige Nittenauer Kinder und Jugendliche als Aktive angehören, beantragten Trainingsmöglichkeiten im Freibad auf einer abgesperrten Bahn. Der Stadtrat billigte das Ansinnen dahingehend, dass der TSC ein bis zwei Mal pro Woche in Abstimmung mit dem Bademeister üben kann, wobei dieser die zeitliche Festlegung tätigt. Für die Stunde werden fünf Euro erhoben.

Bei der Sitzung hatten sich die Reihen krankheitsbedingt gelichtet. Sechs Räte fehlten am Dienstag entschuldigt.
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