Sozialministerin Emilia Müller und weitere Offizielle setzten Spatenstich
Umgehung: Endlich Baubeginn

Die Offiziellen setzten zum Spatenstich an (von links): Henner Wasmuth, Leiter des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, Landrat Thomas Ebeling, Landtagsabgeordneter Joachim Hanisch, Regierungsvizepräsident Walter Jonas, Sozialministerin Emilia Müller, Bürgermeister Karl Bley, Werner Norgauer, Geschäftsführer des Planungsbüros BBI, sowie Andreas Dankerl vom Bauunternehmen Dankerl. Bild: Huber
Wirtschaft
Nittenau
14.04.2016
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Auf diesen Moment haben die Nittenauer fast zwei Jahrzehnte gewartet. Am Donnerstagnachmittag setzten Offizielle den Spatenstich für die Umfahrung der Stadt - ein gewaltiges 11,5-Millionen-Euro-Projekt.

Es ist, wie Sozialministerin Emilia Müller betonte, die teuerste laufende Staatsstraßenbaumaßnahme in der Oberpfalz und der letzte Bauabschnitt für eine durchgehende, dringend notwendige, Straßen-Umgehung im Norden Nittenaus. Der Durchgangsverkehr ist nach Aussagen von Müller und Bürgermeister Karl Bley extrem hoch. Sechs Staatsstraßen führen auf Nittenau zu und treffen innerhalb des Stadtgebietes zusammen. Müller erklärte: "Die Anwohner sind durch Lärm, Abgase und Feinstaub enorm belastet." Auch die Verkehrssicherheit der Ortsdurchfahrt sei ein Thema. "All das wird sich bald entscheidend verbessern", sicherte die Politikerin zu. Wird der Zeitplan eingehalten, sind die Arbeiten im Oktober 2019 abgeschlossen.

Die Autofahrer, die auf der Staatsstraße 2149 von Regenstauf zur Bundesstraße 16 wollen, werden dann nicht mehr durch den Ortskern fahren müssen, sondern können sie vollständig im Norden umfahren. Die rund 2,7 Kilometer lange Verlegungsstrecke der Nordostumfahrung von Nittenau beginnt an der Staatstraße 2150. Sie quert mehrere kleine Bachtäler, wie den Sulzbach und den Gansbach und führt anschließend am Ortsteil Muckenbach im Nordosten vorbei, wo sie in der Nähe der Anschlussstelle der Bundesstraße 16 Nittenau-Ost wieder an die Staaatsstraße 2149 anbindet. Dort entsteht ein fünfarmiger Kreisverkehr. "Das alles wird zu einer ganz erheblichen Entlastung der Ortsdurchfahrt von Nittenau führen", versprach Müller. Vor allem die Anlieger der Brucker Straße könnten aufatmen. "Voraussichtlich wird sich dort das Verkehrsaufkommen halbieren."

Bürgermeister Bley war die Freude über den Baubeginn sichtlich anzusehen. Er bekundete: "Ein Aufatmen ist regelrecht zu spüren, wurde das Projekt Nord-Ost-Umfahrung doch lange herbeigesehnt." Bereits im Juli 1997 gab es erste Voruntersuchungen und Planungen. Zahlreiche Besprechungen und Schreiben an Behörden und Mandatsträger folgten, wie eine Chronik dokumentiert, die Bley an die Pressevertreter verteilen ließ. Trotz der fast 19 Jahre, die es bis zum Spatenstich dauerte, resümierte Bley: "Das Warten hat sich gelohnt."

Zahlen und FaktenEs müssen fünf Brückenbauwerde errichtet werden

Für die Baumaßnahme werden 70 000 Kubikmeter Erde bewegt

Die Kosten belaufen sich auf rund 11,5 Millionen Euro

11,6 Hektar werden naturnah gestaltet; das ist als Ausgleich für den Eingriff in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild notwendig

Das Verkehrsaufkommen am Kontenbunkt Brucker-/Walderbacher Straße ist enorm: täglich rund 14.000 Autos und 770 Lkws. (doz)
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