18. Treffen in der Oberpfalz
„Ardies“ blitzen um die Wette

Der Fahrer muss zur Maschine passen, was hier hervorragend gelungen ist.
Freizeit
Oberviechtach
24.05.2016
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Wer einmal eine "Ardie" besessen hat, den lässt dieses Motorrad nicht mehr los - in einigen Familien sind es nun schon mehrere Generationen. Beim 18. Treffen in der Oberpfalz waren nicht nur die Fahrer vom Fuhrpark begeistert.

-Lind. Hatten die "Ardie-Freunde" in den vergangenen Jahren bei ihrem jährlichen Treffen auf dem Gelände des Landgasthofes "Taverne" in Lind kein besonders großes Glück mit dem Wetter, so sind sie bei ihrem 18. Treffen dafür entschädigt worden. Die Sonne lachte vom Himmel und brachte die edlen Motorräder zum Blinken, dass es eine wahre Freude war. So ganz nebenbei lernten auch einige Teilnehmer die schöne Oberpfalz näher kennen.

Nur Originale


Wie in jedem Jahr hatten viele davon wieder Hunderte von Kilometern Anfahrt auf sich genommen. Einige verbanden dieses Treffen mit einem Familienausflug und fühlten sich bei der guten Betreuung durch die Familie Reger pudelwohl in Lind. "Ardie" steht für den Namen Arno Dietrich, der die mittlerweile fast schon zum Kult gewordenen Zweiräder konstruiert und gebaut hat und sie in seinem "Ardie-Werk" in Nürnberg - beispielsweise im Jahr 1929 für stolze 1190 Reichsmark - verkauft hat.

Die meisten Teilnehmer reisten bereits am Donnerstag und Freitag an und sahen sich in Einzelausfahrten oder in Gruppen den östlichen Landkreis Schwandorf an. Am Donnerstag ging es dann gemeinsam zum tiefsten Bohrloch der Erde nach Windisch-Eschenbach und auch der Abend ist gemeinsam verbracht worden. Der Freitagmorgen galt der Fürsorge um das Gefährt, denn es wird peinlichst darauf geachtet, dass die Maschine keine Fremdteile eines anderen Fabrikats aufweist, denn dann wäre es ja keine "echte Ardie" mehr. Um dies sicherzustellen, wurde am Samstagnachmittag bei einem Teilemarkt alles angeboten, was das Krad zu einem echten Prachtstück macht. Da war vom Ersatzkorken für Kupplungsteile, Elektroteilen, Gas- und Lufthebel, Benzin- und Öltanks bis hin zu Original-Motoren zu Schnäppchenpreisen, Ritzeln und Federn alles zu haben, was zur Instandhaltung der Maschinen erforderlich werden kann. Bei einigen Teilen wechselten schon mal ein paar Hunderter den Besitzer, denn das Erfolgsgeheimnis dieses Teilemarktes ist eben, genau das zu haben, was andere dringend brauchen.

Nach Tschechien


Am Nachmittag kam auch die Bevölkerung vorbei. Einige der Modelle haben schon über 90 Jahre auf dem Buckel, doch sie laufen immer noch "wie eine Zither". Bei einem Ausfall sind schließlich genügend Fachleute dabei, die die "schwächelnde" Maschine wieder zum Laufen bringen. Star war einmal mehr die "Ardie 500 CC", Baujahr 1926, die immer noch in vollem Glanz erstrahlt und der die Pflege über ihre Lebensjahre hinweg anzusehen ist.

Die gemeinsame Ausfahrt leitete am Samstag Norbert Schedlbauer. Es ging über Gaisthal und Schwarzach hinüber nach Tschechien, wobei bei einer Pause in Rybnik ein Treffen mit einigen tschechischen Oldtimerfreunden organisiert war.
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