Landrat besichtigt Weltrekordkrug und Hammerwerk-Museum
Landrat lobt Erfindergeist

Wer den Weltrekordkrug noch nicht gesehen hatte, war in Lukahammer fasziniert von der mächtigen Höhe und dem Fassungsvermögen von 4718 Litern. Damit steht das Eigelsberger Gemeinschaftswerk immer noch als der größte Bierkrug der Welt im "Guinessbuch der Rekorde". Bilder: frd (2)
Freizeit
Oberviechtach
15.03.2016
69
0

Trotz eines prall gefüllten Terminkalenders nahm sich Landrat Thomas Ebeling wieder einmal Zeit für den östlichen Landkreis. Im Oberviechtacher Ortsteil Lukahammer war er von dem, was er zu sehen bekam, regelrecht überwältigt.

-Lukahammer. frd) Schon einige Male war Landrat Thomas Ebeling in der Gaststätte "Hammerschänke" in Lukahammer. Doch was es außerhalb dieses Hauses noch Sehenswertes gibt, das ließ er sich am Samstagnachmittag von Dr. Reiner Reisinger und Kreisheimatpfleger Ludwig Berger zeigen.

Eisen schmieden


Zunächst begrüßte Stadträtin Barbara Ruhland in Vertretung des CSU- Ortsvorsitzenden Christian Schneider, der etwas später dazukam, den Landrat und zahlreiche Gäste, die auf Einladung des CSU-Ortsverbandes (mit JU und Frauen-Union) gekommen waren. Unter der Führung von Dr. Reiner Reisinger ging es in das "Hammerwerk-Museum", wo früher die mächtigen Eisenhammer - betrieben durch Wasserkraft - das Eisen schmiedeten. Die dabei gefertigten Erzeugnisse, so belegen es die ausgelegten Geschäftsbücher, wurden bis weit hinter Regensburg geliefert. Dieses Museum ist von der Familie Brunner-Braun in Zusammenarbeit mit Dr. Reisinger errichtet worden.

Alte Werkzeuge


Letzterer wertete die vorhandenen wissenschaftlichen Grundlagen aus und konnte so den Gästen detailliert über die "Zeit und Arbeit von damals" berichten. Viele dieser noch vorhandenen Werkzeuge sind von Dr. Reisinger in mühevoller Kleinarbeit in einem besonderen Verfahren präpariert worden, um sie so vor dem Rost zu schützen und damit der Nachwelt erhalten zu können.

Anschließend ging es weiter zum "größten Bierkrug der Welt", der im Jahr 2002 in Eigelsberg, unter der Federführung von Ludwig Berger mit Unterstützung der Dorfgemeinschaft, gebaut worden ist. Dabei mussten 36 mächtige Balken zu einem "Gerüst" verbunden und das Ganze in eine runde Form gebracht werden. Schließlich sollte der Krug zum einem wie ein bayerischer Bierkrug aussehen, zum anderen musste er auch so dicht gemacht werden, damit auch wirklich Bier hineingegossen werden konnte.

Bunte Bilder am Deckel


Da bei der "Füllprobe" im Jahr 2002 der Gerstensaft doch zu schade gewesen wäre, ist der Krug mit fast 5000 Litern Wasser gefüllt worden. "Er hat seine Belastungsprobe mit Bravour bestanden", berichtete Berger am Samstag. Fasziniert war Landrat Ebeling auch von dem riesigen und bunt bemalten Deckel sowie den Bildern rund um den Krug, die diesen erst zu einem bayerischen Bierkrug machen. Schon wiederholt seien andernorts Versuche gemacht worden, einen noch größeren Bierkrug zu bauen, doch noch immer halten die Eigelsberger den Weltrekord. Und so freute sich der Landrat sichtlich, dass dieser in "seinem Landkreis" steht.

Beim gemütlichen Beisammensein in der "Hammerschänke" lobte er den Erfindergeist und Ehrgeiz, einen Weltrekordkrug zu bauen, wie es ihn vorher nicht gegeben hat. Ein Lob gab es aber ebenso für die Bemühungen und Initiativen, Geschichtliches zu erhalten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.