Raubfische ärgern den Fischereiverein Oberviechtach
„Fisch“ auf der Speisekarte

Nicht nur Kormoran und Waller lieben Forellen auf der Speisekarte. Auch die Bevölkerung der Region schätzt es, wenn der Fischereiverein Oberviechtach seine Spezialitäten vom Grill anbietet. Aufgrund hervorragender Resonanz wird es heuer wieder ein Fischerfest am Marktweiher geben. Archivbild: frd
Freizeit
Oberviechtach
15.02.2016
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Vorsitzender Alfons Binder (rechts) dankt Gotthard Klier mit einem Geschenk, dass er den Verein seit 1998 als Fischereiaufseher unterstützt. Bild: baf

Die Friedfische hat der Fischereiverein schon eingesetzt; im Frühjahr folgen Zander und Hecht. Doch den Forellenbestand in der Murach hat der Kormoran erheblich dezimiert und auch die Aktivitäten des Bibers lösen unbezahlte Mehrarbeit aus. Einem "Räuber" will der Verein heuer das Handwerk legen.

-Lukahammer. Über das sprichwörtliche "volle Haus" konnten sich die Verantwortlichen beim Fischereiverein Oberviechtach freuen, denn zur Hauptversammlung hatten sich am Samstag zahlreiche Mitglieder im Gasthaus Hösl in Lukahammer eingefunden. Seit der Vereinsgründung im Jahre 1957 finden die Vereinsveranstaltungen dort statt und damit in direkter Nähe zum "Pachtwasser" des Vereins.

Pachtverträge laufen


Die Vorstandschaft trug durchwegs positive Berichte vor. Sowohl das abgelaufene Vereinsjahr als auch der Ausblick in die Zukunft lassen den Schluss zu: Die Gemeinschaft ist gut aufgestellt! Vorsitzender Alfons Binder stieg mit der Geschichte "Der Fischer und der Tourist" von Heinrich Böll in die Tagesordnung ein. Er dankte allen, die sich jederzeit uneigennützig zum Wohl des Vereins engagiert hatten und für verschiedene Arbeiten zur Verfügung standen.

So seien alle Pachtverträge langfristig gesichert, der erhöhte Friedfischbesatz schon eingebracht, während Raubfische Zander und Hecht im Frühjahr zielgerichtet gesetzt würden. Leider sei der sorgsam aufgebaute Forellenbestand im Murach-Abschnitt II durch die bekannten, streng geschützten, fischfressenden Tierarten unvorstellbar dezimiert. Auch der Biber mache immer wieder Arbeitseinsätze notwendig, wofür der Verein nicht entschädigt werde.

Fischerfest am 10. Juli


Die in der Jahresplanung fest verankerten Veranstaltungen wie Gemeinschaftsfischen, Grillfest, Schnupperangeln, Herbstwanderung und Weihnachtsfeier seien gut besucht gewesen und würden 2016 wieder durchgeführt. Kassier Richard Schießl berichtete auch über Besatzmaßnahmen und die Fangstatistik, die aussagekräftig erstellt werden konnte, weil nahezu alle Erlaubnisscheine zeitgerecht abgegeben wurden.

Schon geraume Zeit beschäftigt sich die Vorstandschaft mit der Organisation des Fischerfestes 2016, das am 10. Juli wieder in gewohnter Form am Marktweiher über die Bühne geht und den Besuchern die gefragten Fischspezialitäten und die gewohnte Geselligkeit bieten wird. Peter Schwabenbauer hat schon jetzt Vorarbeiten für dieses Event unter Dach und Fach. Er bat seine Fischerkameraden, wie in den Vorjahren geschlossen hinter dem Verein zu stehen, damit auch 2016 an die Erfolge der Vorjahre angeknüpft werden kann.

Ein weiteres Projekt wird den Verein im laufenden Jahr beschäftigen: Nachdem feststeht, dass große Waller den Fischbestand in den stehenden Vereinsgewässern schädigen, soll das Abfischen des Pachtwassers in Tröbes Klarheit und Abhilfe schaffen.

Dank an Gotthard Klier


Zum Schluss der harmonisch verlaufenen Veranstaltung wurde Gotthard Klier, der sich 1998 der Ausbildung und Prüfung zum Fischereiaufseher unterzogen hatte und seitdem mit dieser Tätigkeit den Verein unterstützt, durch ein kleines Geschenk ein "Danke" gesagt. Binder wünschte ihm weiterhin viel Gesundheit und Freude in der Vereinsgemeinschaft und am Wasser.
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