Eisenbarth-Festspiel heuer in neuer Inszenierung
Eisenbarth wechselt die Bühne

Eine Oberviechtach-Szene (hier die Kindheit Eisenbarths gespielt von Benno Teplitzky, Bianca Reil und Ludwig Berger senior) wird auch 2016 den Zuschauern präsentiert. Allerdings kommt die historisch belegte Taufe Eisenbarths in Oberviechtach zur Aufführung. Archiv: zim
Kultur
Oberviechtach
22.01.2016
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Doktor Eisenbarth reiste als barocker Wanderarzt durch Deutschland. Auch 2016 beschränkt er sich nicht nur auf die Bühne am Marktplatz. Die Zuschauer erwartet ein Festspiel zum Anfassen, bei dem sie mitten im Geschehen rund um den größten Sohn der Stadt sind. Die Stadträte kennen das neue Konzept bereits.

Zu einer gemeinsamen Besprechung mit dem Stadtrat hatten die Stadt Oberviechtach (Träger und Veranstalter) und der Doktor-Eisenbarth-Festspielverein kürzlich in das Rathaus eingeladen. Ziel des Treffens waren Konzeption, Realisierung und Aufführungstermine des neu gestalteten Festspiels 2016.

Textbuch fertig


Ein klares Bekenntnis zum Festspiel gab Bürgermeister Heinz Weigl in der Eröffnung einer offenen Aussprache, bei der es neben der Gestaltung und konkreten Umsetzung auch bereits um konkrete Überlegungen für 2017 ging. Wie der erste Vorsitzende des Doktor-Eisenbarth-Festspielvereins, Dr. Reiner Reisinger ausführte, ist es die Intention des Vereins als Produzent das Wirken Eisenbarths volksnah, historisch belegt und zeitgerecht erlebbar zu machen. Hierzu bedient man sich eines szenischen Festspiels, das Eisenbarth für Jung und Alt erfahrbar und nachvollziehbarer werden lässt.

In zahlreichen Sitzungen der Vorstandschaft wurde ehrenamtlich bereits ein komplettes Stück verfasst. An der Erarbeitung des Textbuches wirkten maßgeblich Regisseur Michael Eckl und Dr. Florian Waldherr mit, in Bezug auf den historischen Hintergrund unterstützte Dr. Reiner Reisinger. Es wurde auch darauf geachtet, dass neben einem hohen Maß an Authentizität der Unterhaltungswert mit im Vordergrund steht.

Die Besucher tauchen ein in das Leben des Barock und sind hautnah dabei, wenn Johann Eisenbarth seine Kuren vollzieht. Die Zuschauer erleben nun das Zeitalter des Barocks und das Wirken von Eisenbarth mitten im Geschehen. Ein besonderer Bezug wurde auf die Geburtsstadt Oberviechtach gelegt, aber auch die nötige Dramaturgie, Humor und die Möglichkeit zur Bewirtung im Umfeld des Festspielbesuches werden nicht fehlen.

Absolutes Neuland


Festspielleiter Martin Zimmermann erläuterte, dass der Premierentermin an Fronleichnam (26. Mai) beibehalten werde. Weitere Aufführungstermine sind Freitag/Samstag, 27./28. Mai jeweils um 20 Uhr und eine Nachmittagsaufführung am Sonntag, 29. Mai um 16 Uhr. "Im Jahr 2016 wird ein Festspiel auf die Bühne kommen, das die Zuschauer mitreißen wird", zeigte sich der Festspielleiter überzeugt. An verschiedenen Standorten in der Stadt wird das Leben von Eisenbarth eindrucksvoll dargestellt und eine Zeit belichtet, in denen Scharlatanerie sowie Prunk der Obrigkeit keine Seltenheit waren. Vorüberlegungen und organisatorische Umsetzung wurden dem Gremium umfassend vorgestellt.

"Auch wenn wir 2016 absolutes Neuland betreten, sind wir uns der Verantwortung gegenüber der Stadt als Träger des Festspiels absolut bewusst und nehmen diese auch mit durchdachten Wegen bei der Realisierung in verschiedenen Aspekten wahr", sagte Zimmermann als Verantwortlicher für die Organisation des Festspieles. Beim konstruktiven Zusammenwirken von Stadt und Festspielverein gelte es, gewisse Zuständigkeiten genauestens zu klären und entsprechend zu koordinieren.

Michael Eckl ging darauf ein, dass sich das Doktor-Eisenbarth-Festspiel mit diesem Jahr komplett neu präsentiert. "Jede Szene wird den Zuschauer überraschen" freute sich der Regisseur und auch das weltweit bekannte Lied "Ich bin der Doktor Eisenbarth", das den Wunderheiler bis in die heutige Zeit in Erinnerung behalten hat, wird eine wesentliche Rolle spielen. Von herausragender Bedeutung ist auch weiterhin, das nachgewiesene erfolgreiche Wirken des barocken Wanderarztes historisch authentisch auf die Bühne zu bringen. Zum Verständnis der hohen Fachkompetenz des Okulisten, Bruch- und Steinschneiders wird das Publikum in die Zeit mit verschiedenen Facetten - vor allem in Hinblick auf medizinische Behandlungsmethoden und deren Heilungschancen versetzt. Besonders betonte Eckl, dass es sich bei der Inszenierung 2016 um keine Schmalspurlösung handelt. Vielmehr stelle auch die Neuinszenierung ein voll ausgestattetes Theaterstück dar - lediglich auf mehrere Aufführungsorte verteilt.

Proben starten


Die Besetzung für die bevorstehende Neuinszenierung steht und bereits am kommenden Wochenende starten für das Ensemble die Proben. Bürgermeister Heinz Weigl zeigte sich von einem guten Gelingen überzeugt und Stadtrat Tobias Ehrenfried (Aktive) zollte seinen Dank für die ehrenamtliche Vorarbeit eines komplett neuen Theaters. Die Zuschauer dürfen gespannt sein, wie sich Doktor Eisenbarth im Jahr 2016 in seiner Geburtsstadt präsentiert.
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