Münchner Gitarrentrio gastiert bei Freunden der Kunst
„Orchester“ mit 18 Saiten

Das Münchner Gitarrentrio mit Alexander Leidolph, Mikhail Antropov und Thomas Etschmann (von links) hinterließ im Schlosssaal einen bleibenden Eindruck bei den Freunden der Musik. Bild: weu
Kultur
Oberviechtach
10.03.2016
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Selten, dass man drei so erstklassige Solisten hört, die als Ensemble so sensationell harmonieren. Mit dem "Münchner Gitarrentrio" gastierten drei Ausnahmemusiker im Neunburger Schlosssaal. Die "Freunde der Kunst" freuten sich nicht alleine.

/Neunburg. Mit dem Münchner Gitarrentrio gastierten drei begnadete Ausnahmemusiker, die ihre Instrumente meisterlich beherrschen, im stilvollen Ambiente des Neunburger Schlosssaales. Den Oberviechtacher "Freunden der Kunst" war es wieder gelungen, ein Ensemble der Extraklasse in die Region zu bringen.

International unterwegs


Monika Krauß und ihrem Team ist der Auftritt des renommierten Münchner Gitarrentrios, das aus den Musikern Alexander Leidolph, Thomas Etschmann und Mikhail Antropov besteht, zu verdanken. Das Trio besteht seit 2008 und gastierte schon bei vielen internationalen Konzertreihen und Festivals. Das Spiel jedes Einzelnen wäre schon ein Genuss. Faszinierend die Harmonie, mit der das Zusammenspiel im Team funktioniert. "Lassen Sie sich von 18 feurigen Gitarrensaiten begeistern", meinte Hans Kistler bei der Begrüßung. Da es für drei Gitarren wenig Literatur gibt, spielen die drei zumeist Werke, die extra umgearbeitet wurden, erklärten die Musiker, die auch durch das Programm führten und Hinweise zu Komponisten und Stücken gaben.

Antonio Vivaldi, Georges Bizet und Peter I. Tschaikowsky standen zu Beginn im Programm. Mit den drei Sätzen des Concerto D-Dur von Vivaldi wurde das furiose Konzert eröffnet. Ob beim flotten Allegro oder beim ruhigeren Largo, die drei Künstler beeindruckten mit ihrem Einfühlungsvermögen und ihrer enormen Intensität im Spiel. Bei den fünf Auszügen aus der Carmen-Suite gab es wohl kaum jemanden, der sich nicht rhythmisch anstecken ließ.

Walzer, Samba und Jazz


Dann wieder ein Wechsel in den Dreivierteltakt. Der wunderschöne Blumenwalzer aus Tschaikowskys Nussknacker, von den Künstlern ausdrucksstark und mit totaler Harmonie zelebriert, war ein besonderer Ohrenschmaus. Mit dem Stück "Carneval" von Patrick Roux, das brasilianische Sambamusik, moderne E-Musik und Jazzelemente vereint, ging es in die Pause. Danach stand Musik zeitgenössischer Komponisten wie Isaac Albéniz, Gabriel Fauvré und der bekannte Spanier Chick Corea auf dem Programm. Faszinierendes Fazit des Abends war, dass man mit drei Gitarren die Intensität eines Orchesters erreichen kann. Auch ist es dem Trio gelungen, mit einem abwechslungsreichen Programm jeden Geschmack zu erreichen und mit einer gut gewählten Mischung aus Tradition und Moderne zu begeistern.

Monika Krauß bedankte sich bei den Künstlern, ebenso sprach sie der Neunburger Musikschule mit Leiterin Barbara Nutz sowie den Freunden der Musik mit Silvia Tretter an der Spitze für die Gastfreundschaft und tolle Bewirtung ihren Dank aus.
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