Musikalische Elite zu Gast

Elya Levin, Frank Dupree und Simone Drescher (von links) erwiesen sich als exzellente Musiker. Bild: weu
Kultur
Oberviechtach
23.06.2016
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Sie kommen jedes Jahr nach Oberviechtach, die jungen, begabten, mit Preisen ausgezeichneten Künstler. Das Trio Levin-Drescher-Dupree setzte auf romantische Musik und traf damit in die Herzen der Zuhörer.

"Heimweh und Heimkehr" - Zu diesem Konzert mit Werken der vier großen Romantiker begrüßte Anne Gierlach die Freunde der Kunst im Musiksaal des Ortenburg-Gymnasiums. "Wir können uns glücklich schätzen, jedes Jahr junge, begabte, mit Preisen ausgezeichnete Künstler aus der Reihe Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler in Oberviechtach begrüßen zu können", betonte sie zu Beginn.

Das Trio Levin-Drescher-Dupree konzentrierte sich interessanterweise an diesem Abend nur auf eine Musikepoche, die Romantik. Werke von Franz Schubert, Johannes Brahms, Robert Schumann und Carl Maria von Weber waren zu hören. Mit der Verpflichtung dieses Trios ist es wiederum gelungen, ein Stück der Elite der jungen deutschen Musiker-Generation nach Oberviechtach zu bringen. Obwohl noch jung an Jahren, können sie zahlreiche Auszeichnungen und Erfahrungen aus Auftritten in den bekanntesten Konzerthäusern Deutschlands, aber auch international vorweisen.

Auch wenn die Zusammensetzung der Instrumente nicht alltäglich ist, war die Darbietung für den interessierten Zuhörer eine besondere Erfahrung und ein anspruchsvoller Kunstgenuss. Den Reigen eröffnete der Pianist Frank Dupree mit der Wanderer-Fantasie von Franz Schubert. Dupree, der als Solist schon bei vielen renommierten Orchestern mitwirkte, und dessen Engagements ihn schon durch die ganze musikalische Welt führten, begeisterte mit seinem variablen Spiel.

Beeindruckt waren die Gäste von seiner Leistung, zudem er als einziger bei allen Werken auf der Bühne war. Mit der nötigen inneren Ruhe und einem klaren, kräftigen Anschlag überzeugte er bei seinen Soloteilen, war aber auch kongenialer Begleiter der beiden Musikerkollegen. Bei den drei Sätzen der Sonate in e-Moll von Johannes Brahms gesellte sich mit Simone Drescher eine Cellistin dazu, die mehrfache Preisträgerin und Solistin in renommierten Orchestern wie der Philharmonie Baden-Baden und dem Folkwang Kammerorchester Essen ist. In dem düster wirkenden Stück waren die tiefen Töne des Violoncellos vorherrschend.

Nach der Pause eröffnete Elya Levin auf der Querflöte zusammen mit Frank Dupree das Konzert mit den drei Romanzen von Robert Schumann. Erst beim vierten Werk, dem Trio in g-Moll von Carl Maria von Weber, waren die drei Ausnahmekünstler gemeinsam auf der Bühne. Mit viel Spielfreude und absoluter Genauigkeit trugen sie die Sätze des nicht einfachen Werkes vor, das mit dem Finale Allegro endete.

Nach langem Applaus kündigten sie als Zugabe ein musikalisches Schmankerl an und verabschiedeten sich mit der lustig-lebhaften "Aufforderung zum Tanz" von Carl Maria von Weber. "Man wird sich die Namen einprägen müssen", sagte Anne Gierlach und dankte dem Trio für den wunderschönen Abend: "Es ist ein Glück, in kleinem Kreise so wunderbare Musik zu hören."
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