Neue Saison für Doktor-Eisenbarth-Festspiel
Steiniger Weg zum Triumph

Meister Abramo (Dr. Florian Waldherr, links) überzeugt die Landgräfin (Jacqueline Hötzel) von abenteuerlichen Behandlungsmethoden für ihren Gemahl. Mit auf dem Foto (rechts) der Landgräfliche Diener (Michael Brunner). Bilder: lg (2)
Kultur
Oberviechtach
02.05.2016
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"Die Zuschauer werden überrascht sein!", prophezeit Regisseur Michael Eckl, der mit spektakulären Szenen die Zeit Eisenbarths und dessen Wirken aufleben lässt. Scharlatane im Kontrast zu den Qualitäten Doktor Eisenbarths.

Die Landgräfin Amalia von Hessen-Kassel (Jacqueline Hötzel) und ihr Gemahl, der Landgraf Karl von Hessen-Kassel (Michael Trapp) fallen auf üble Weise auf den Meister Abramo (Dr. Florian Waldherr) herein, der mit seiner "schwarzen Kunst" als Alchemist zu den Quacksalbern zählt, die in der Szene "Der Jahrmarkt der Scharlatane" das Geschehen dominieren. Und so fließt in dieser Szene des diesjährigen Doktor-Eisenbarth-Festspiels viel Blut und es gibt auch Opfer der verfehlten medizinischen Eingriffe zu beklagen.

Als Kontrast


Meister Casco (Ludwig Berger jun.), der eigentlich Metzger ist und somit "Steinschneider mit Misserfolg" sowie Meister Olearius (Dr. Peter Graf), ein Gelehrter mit Aderlassübersicht, sind hierbei nicht unschuldig. Diese Figuren erscheinen als Kontrast zum erfolgreichen Doktor Eisenbarth (Tobias Ehrenfried), der sich aber seine Position erst erkämpfen muss. Verhaftung und Gerichtsverfahren prägen seinen Weg zum Triumph in der Schlussszene.

Vier Schauplätze


Die sonntäglichen Proben unter der Leitung von Regisseur Michael Eckl laufen an den vier verschiedenen Schauplätzen, an denen dieses Jahr das Festspiel als völlige Neuinszenierung dargeboten wird. Spielbühnen am Marktplatz und vor der Bleichangerkapelle weisen auf das bevorstehende Festspiel 2016 hin. Die Zuschauer werden auf eine Wanderung durch die Stadt mitgenommen, wobei sich Beginn und Ende der Inszenierung mit insgesamt fünf Spieleinheiten auf dem Marktplatz vollziehen.

Jeweils 150 Zuschauer


In jeder der vier Vorstellungen können jeweils 150 Zuschauer das barocke Spektakel mitverfolgen, bei dem die Gaukler und die Kolpingmusik wieder eine tragende Funktion inne haben. Manche Rollen der Neuinszenierung kommen dem Publikum bekannt vor, wie z.B. Eisenbarths Geist (Dr. Reiner Reisinger), viele sind aber völlig neu gestaltet und sorgen für dramaturgische Überraschungen.

TermineDie Premiere ist an Fronleichnam, 26. Mai, 20 Uhr. Weitere Aufführungen jeweils um 20 Uhr erfolgen am Freitag, 27. Mai, und am Samstag, 28. Mai. Am Sonntag, 29.Mai um 16 Uhr wird eine Nachmittagsvorstellung angeboten. Informationen und Karten gibt es im Internet (unter www.oberviechtach.de, Rubrik Festspiel) oder unter Telefon (09671) 307-13 bei der Touristinformation der Stadt. (lg)
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