Oberpfälzer Weihnacht im Museum stimmt auf Geburt Christi ein
Vom traurigen Nikolaus und dem störrischen Esel

Auch eine Schülergruppe des Ortenburg-Gymnasiums mit den Lehrkräften Katrin Schäufl, der die Gesamtleitung oblag, sowie Hans Kistler, trug zum Gelingen bei. Bilder: bgl (2)
Kultur
Oberviechtach
18.12.2015
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Diakon Ulrich Wabra unterhielt die Gäste mit Geschichten und Gedichten zur Weihnachtszeit.

Musik, Gesang und Geschichten vom traurigen Nikolaus und dem störrischen Esel, der nicht nach Ägypten wollte, waren die besonderen Zutaten: Zahlreiche Zuhörer waren begeistert von der "Oberpfälzer Weihnacht" im Kulturzentrum der ehemaligen Marktmühle.

Der Vorsitzende des Museumsvereins, Altbürgermeister und Ehrenbürger Wilfried Neuber, ging kurz auf die erfolgreich verlaufene Arbeit des Museumsvereins ein und stellte die Mitwirkenden vor, die zum "Atem holen im Alltagshasten" animierten. Von der Galerie aus eröffneten mit einer Intrade die Blechbläser Armin Bräuer, Falk Gilch und Lukas Eckl den Melodienreigen. Dem folgten die Klarinettistinnen Jennifer Dirscherl, Katharina Höcherl, Anna-Maria Schmaus und Katharina Ruhland mit einem Deutschen Tanz.

Gemeinschaftschor


Maria Schießl, verantwortlich für die Zusammenstellung und den Ablauf des Programms, äußerte sich überzeugt, dass kein anderes Fest so verknüpft ist mit Sehnsüchten, Erwartungen, Erinnerungen und Stimmungen. Jeder verbinde damit seine eigene, ganz persönliche Lebensgeschichte. Hier einen bewussten Kontrapunkt zu setzen, sei das Anliegen der "Oberpfälzer Weihnacht" im Museum. Maria Schießl zeigte sich erfreut über die Bereitschaft zur Mitwirkung der Schülergruppe des Ortenburg-Gymnasiums mit den Lehrkräften Katrin Schäufl sowie Hans Kistler und Diakon Ulrich Wabra.

Nathalie Margraf und Julia Kleber bewiesen ihr Können auf der Querflöte mit einer Sonatine und einem Menuett. In einem Gemeinschaftschor stimmte der ganze Saal ein in das Lied "Lasst uns froh und munter sein". Zwischen den einzelnen Musikbeiträgen präsentierte der in Oberviechtach geborene und derzeit in der Pfarrei St. Ulrich in Regensburg tätige Diakon Ulrich Wabra Geschichten und Gedichte zur Weihnachtszeit. Da erzählte er von der 85-jährigen Bewohnerin des Seniorenheims, welche sehnsüchtig auf ihren Sohn wartete und dann merkte, dass sie vom Herrgott erwartet wird.

Oder von der Kerze, die nicht brennen wollte, bis ihr selber "ein Licht aufging". Am liebsten aber erzählte der Diakon von früher, als er mit seinem Vater durch die Straßen der Stadt spazieren ging und seine Augen und die Wünsche ans Christkind immer größer wurden, nachdem er die vielen Spielsachen in den Auslagen gesehen hatte. "Morgen Kinder wird's was geben", spielten die Streicher Nina Schmid, Laurenz Lahm und Katrin Schäufl. Nathalie Margraf ließ die Zuhörer aufhorchen mit ihrem Gesangsstück "Away in a manger", das sie in Geigen-Begleitung zum Besten gab.

Glühwein und Gebäck


Mit weiteren Darbietungen der jungen Musiker und unter der Gesamtleitung von Katrin Schäufl setzte sich der besinnliche Abend fort bis zum gemeinsam gesungenen Lied "Es wird scho glei dumper, es wird scho glei Nacht". Mit Nürnberger Christkindlglühwein und Gebäck aus Nürnberg, Winklarn und Oberviechtach bedankte sich der Museumsverein bei den Interpreten des Abends und den Besuchern. Wilfried Neuber schloss in seine Dankesworte aber auch all jene mit ein, die das ganze Jahr über vom Angebot des Museumsvereins Gebrauch machten.
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