"Ovigo" aus Oberviechtach erhält Trophäe und landesweites Lob
Echte Profis im Amateur-Theater

Groß war die Freude beim "Ovigo"-Ensemble, als es den Bayerischen Amateur-Theaterpreis zugesprochen bekommen. Zur Verleihung in Neuburg an der Donau war auch Landrat Thomas Ebeling (links) angereist. Bild: hfz
Kultur
Oberviechtach
07.06.2016
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Neuburg/Oberviechtach. "Bleibt so mutig, bleibt auf diesem spannenden Weg. Ihr seid eine große Bereicherung für die bayerische Theaterlandschaft. Eure Arbeit ist ausgezeichnet!" So äußerte sich der Münchner Theaterwissenschaftler Markus Bassenhorst in seiner Laudatio für das "Ovigo"-Theater im oberbayerischen Neuburg an der Donau. Hier haben die Oberviechtacher den "Larifari", den Bayerischen Amateur-Theaterpreis, erhalten. Im Speziellen sind die jungen Theatermacher, die es in dieser Formation und unter diesem Namen seit 2012 gibt, für ihre Produktion "Der Gott des Gemetzels" vom Frühjahr 2015 vom Verband Bayerischer Amateur-Theater (Kategorie Schauspiel) prämiert worden.

"Ovigo" sei "mutig gewesen, dieses Stück als Amateurbühne zu inszenieren", so Bassenhorst und habe dabei "auf ganzer Linie überzeugt". Von allen Seiten gab es Lob in Bezug auf die bärenstarken schauspielerischen Leistungen von Julia Ruhland, Florian Waldherr, Vanessa Civiello und Uli Scherr, für die klare Regie von Florian Wein, die ohne viel Schnickschnack ausgekommen ist, und für den Clou, das Stück nach München-Trudering zu verlegen. Der Chef des Verbandes Bayerischer Amateur-Theater, Horst Rankl, ging sogar so weit, "Ovigo" als "echte Profis im Amateur-Theater" zu bezeichnen.

Landrat Thomas Ebeling machte aus seinem Stolz über die kulturellen Aushängeschilder keinen Hehl und begleitete die Truppe nicht nur nach Neuburg an der Donau, sondern spendierte neben dem Preisgeld einen eigenen zusätzlichen Betrag, der direkt in die nächsten Ovigo-Produktionen fließen kann. "Der ganze Landkreis kann stolz auf Euch sein", sagte er nach Verleihung des Preises.

Dass "Ovigo" den Preis zu Recht erhalten hat, zeigten die Darsteller einmal mehr gleich auf der Bühne. Neben kurzen Video-Ausschnitten aus der prämierten Inszenierung spielten Julia Ruhland, Florian Waldherr und Barbara Kießling (Regie-Assistenz) eine eigens von Florian Wein geschriebene Szene, die er selbst auf der Bühne mit "Was würde passieren, wenn sich zwei der Protagonisten eine Woche später in der S-Bahn wiedertreffen würden" anmoderierte. Unter lange anhaltendem Applaus und Jubelstürmen nahmen die Oberpfälzer den "Larifari" entgegen. Im Nachgang sagte Theater-Chef Florian Wein, dass "diese Auszeichnung nun eine wunderbare Unterstützung für das Kommende sein wird: die nächsten Stücke, die weitergehenden Zukunftspläne und auch für die Politik vor Ort."

Das "Ovigo"-Theater ist immer noch auf der Suche nach einem festen Proben- und auch Spielort. Bei der rauschenden "After-Show-Party" gab es schließlich Gelegenheit mit den zahlreichen anderen Theatergruppen ins Gespräch zu kommen. "Ovigo" wird am 1. Oktober die nächste Premiere feiern. Dann wird der Klassiker "Die Verwandlung" von Franz Kafka in einer selbst geschriebenen Bühnenversion im Oberviechtacher Pfarrheim gezeigt.
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