Stadtkapelle begeistert mit Neujahrskonzert
Liebeserklärung an die Blasmusik

Einen ganz besonderen Abend voller Wohlklang und Harmonie bescherte die Stadtkapelle Oberviechtach ihrem Publikum beim Neujahrskonzert. Unter der Leitung von Dirigent Tobias Zeitler überreichte das 60-köpfige Ensemble einen bunten Strauß an Melodien. Bilder: frd (3)
Kultur
Oberviechtach
10.01.2016
212
0
 
Mit einem hörenswerten Klarinettensolo verabschiedeten Anna Maria Schmauß und Katharina Ruhland das Publikum in die Zwischenpause.

Eine klangvolle Reise durch die Welt der Blasmusik erlebten am Samstag zahlreiche Zuhörer beim Neujahrskonzert der Stadtkapelle. Auf der Tonleiter ging es bis auf die Berge und über den großen Teich in die USA. Und sogar ein kleiner Drache schaute in der Mehrzweckhalle vorbei.

Mit der Zusammenstellung der "Reiseziele" war Kapellmeister Tobias Zeitler wieder ein Volltreffer gelungen. Eröffnet wurde das Konzert, das in bewährter Weise von Gottfried Berger moderiert wurde, mit dem Stück "Attila" von Julius Fucík. Der raue Wind, der in der Armee des gleichnamigen Hunnenkönigs herrschte, war in den Bläsersätzen förmlich zu spüren.

Mit einem überwältigenden Besuch dankte das Publikum den 60 Musikern den Probenfleiß der vergangenen Wochen. Vorsitzender Stefan Pronold freute sich, zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens, Vertreter des Nordbayerischen Musikbundes und befreundete Kapellen begrüßen zu dürfen.

Klänge in allen Facetten


Mit dem nächsten Stück ging es ab in die Berge: Mit besonders klangvollen Passagen und einem Flötensolo wartete "Mountain Wind" von Martin Scharnagl auf. Mit dem folgenden "Jesus Christ Superstar" servierten die Musiker bekannte und sehr anspruchsvolle Musical-Melodien. Dabei wurde deutlich, dass Blasmusik nicht nur aus Marschmusik besteht, sondern auch in anderen Stilrichtungen zu einem tollen Erlebnis werden kann. Vor der Pause glänzten die beiden 17 Jahre alten Klarinettistinnen Anna Maria Schmauß und Katharina Ruhland mit dem Stück "Schnick und Schnack".

Höchste Konzentration war nach der Pause beim anspruchsvollen Stück "Gigantic" gefragt. Besonders hier war der Probenfleiß der Musiker durch perfekte Spielkunst auch in den schwierigsten Passagen zu spüren. Zur Überraschung der Gäste kam zum Stück Nessaja von Peter Maffay der kleine Drache "Tabaluga" (Josef Berger) mit seiner Schildkröte auf die Bühne. Allerdings war ihm das Feuerspucken aus Sicherheitsgründen verboten worden. Dafür durfte sich das Publikum über ein Musikstück mit "viel Feuer" freuen.

Ein Höhepunkt dieses Konzerts waren die "Beach Boys Golden Hits", die musikalisch über den großen Teich in die USA entführten und einige Konzertbesucher sogar zum Mitrocken mitrissen - da war Lied für Lied ein musikalischer Hochgenuss. Mit "Music" von John Miles gaben Dirigent und Musiker im Anschluss eine klangvolle Liebeserklärung zur Musik im Allgemeinen und zur Blasmusik im Besonderen ab.

Beim letzten offiziellen Stück, der "Bayerischen Polka", gab der 16-jährige Falk Gilch, der an einem Tag das bronzene und silberne Musikerabzeichen des Nordbayerischen Musikbundes abgelegt hatte, mit einem Posaunensolo eine Kostprobe seines hervorragenden Könnens. Das fachkundige Publikum belohnte ihn mit minutenlangem Beifall.

Finale mit Kirschblüten


Doch ganz ohne Zugabe wollten die Zuhörer die Musikanten nicht von der Bühne lassen. Und so erklangen noch der "Kirschblütenzauber" und das Stück "Von Freund zu Freund". Den Schlusspunkt unter diesen glanzvollen Abend nach Noten setzte die Kapelle mit der Bayernhymne.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.