Zauberhafte Ausblicke im Herbstgarten

Ohne störenden Zaun geht der Blick vom "Parkgarten" hinüber zur Dorfkapelle auf der anderen Straßenseite. Bild: Portner
Kultur
Oberviechtach
08.10.2014
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Mit einem Farbenrausch neigt sich die Gartensaison 2014 dem Ende zu. Astern und Fetthenne fangen die tief stehende Sonne ein, die den Herbstgarten der Familie Ruhland in Lind (Landkreis Schwandorf) zum Finale in Szene setzt.

Lila, rosa, rot und gelb leuchtet es rund um das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen. Ein Farbenrausch, den auch viele Spaziergänger nicht links liegen lassen wollen. "Unser Garten ist für alle Besucher offen", ermuntert Maria Ruhland dazu, sich das 1000 Quadratmeter große Grundstück anzuschauen. Schon seit 20 Jahren wohnt die Familie nun in Weiden. Doch im Sommer fahren sie fast jeden Tag nach Lind zum Garteln. Die Mieterin freut sich: "Wir wohnen hier in einem Paradies!"

Findlinge und "Strand"

Um die Mäharbeiten zu verringern, wurden einige Kiesbeete angelegt. "Plane drunter und Steine rauf", sagt Maria Ruhland lachend. Besonders der "Strand" am Hausgiebel ist ein Blickfang: Große Palmen und kleine Palmlilien, grüne Liegestühle und ein oranger Sonnenschirm laden zum Ausruhen ein. "Wir wollen hier ja nicht nur Arbeiten!", bekräftigt die Hobbygärtnerin. Doch wenn man von Beet zu Beet schlendert, erhält man einen anderen Eindruck. Seit drei Jahren ist sie in Ruhestand und hat jetzt noch viel mehr Zeit, sich um das Elternhaus ihres Mannes zu kümmern.

Hans Ruhland war von Beruf Straßenbaumeister und versteht sich im Umgang mit Steinen: Wege, Mauern und ein Rundbogen gliedern die Gartenzimmer. Hingucker sind viele große Findlinge, eine Leiter aus Birkenholz, Amphoren und Gartenkeramik. In Tonscherben und Gefäßen findet die pflegeleichte Hauswurz ein Plätzchen. "Ich pflanze alles möglichst dicht, um wenig Unkraut jäten zu müssen", sagt Maria Ruhland. Neu ist eine Hortensiengruppe mit einem Rosenbäumchen in der Mitte. Bei der blauen Sitzgruppe sorgt die Spinnenblume von Juni bis Oktober für filigrane Abwechslung. "Diese sät sich selber aus und braucht keine Pflege", erklärt die Fachfrau und zupft dabei eine Margerite in Form.

Immer am Verändern

Die Herbstanemone daneben setzt kleine weiße "Wollknäuel" an. Bei der Hofeinfahrt, entlang der ehemaligen Mistmauer, tummeln sich die Schmetterlinge auf den Blütenkissen der Asternbüsche.

Mit einem Erdhügel wurde ein Höhenniveau geschaffen, das viele Pflanzen gleichzeitig zur Geltung bringt. "Ich bin immer am Verändern", gibt Maria Ruhland zu. Stillsitzen ist eben nicht ihr Ding. Seit die Schwiegermutter vor fünf Jahren verstorben ist, kümmert sie sich fast alleine um die Sträucher und Stauden. Sie freut sich deshalb auch, wenn Nachbarn oder Urlauber im Landgasthof gegenüber, ihre Bemühungen honorieren. Schließlich ist das freundlich und offen gestaltete Anwesen eine Zierde fürs ganze Dorf.

Mit einem Farbenrausch neigt sich die Gartensaison 2014 dem Ende zu. Astern und Fetthenne fangen die tief stehende Sonne ein, die den Herbstgarten der Familie Ruhland in Lind (Landkreis Schwandorf) zum Finale in Szene setzt.
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